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PKV für Studenten

Wer in einen neuen Lebensabschnitt mit Aufnahme eines Studiums eintritt, hat sich um zahlreiche Dinge des täglichen Lebens zu kümmern. Neben der Erstellung von Stundenplänen und der Einrichtung einer ersten, eigenen Studentenwohnung ergeben sich auch im Bereich der persönlichen Absicherung neue Möglichkeiten, die den meisten Studenten gar nicht bewusst sind. So wissen die meisten Studierenden in Deutschland gar nicht, dass ihnen in einem bestimmten, zeitlichen Rahmen der Wechsel in die private Krankenversicherung möglich wird. Hierbei spielt es zunächst keine Rolle, ob der Student ein eigenes Einkommen in beliebiger Höhe erzielt oder zuvor Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse war. Gerade wer während seines Studiums beim Beitrag sparen möchte und möglicherweise plant, mit seinem akademischen Abschluss später ohnehin eine selbstständige Tätigkeit aufzunehmen, sollte den Wechsel in die private Krankenversicherung bei Antritt des Studiums überdenken.  

Wann kann ein Student in die private Krankenversicherung wechseln?

Um in einen Tarif der PKV wechseln zu können, darf ein Student zunächst nicht älter als 30 Jahre sein. Während des Studiums ergeben sich zwei Situationen, in denen über mehrere Wochen hinweg die Möglichkeit zum Wechsel in die private Krankenversicherung besteht. Zum einen ist dies direkt zu Beginn des Studiums, wobei es sich hier um ein Erststudium handeln muss. In den ersten acht Wochen nach Semesterbeginn kann sich der Student frei entscheiden, einen speziellen Tarif für Studenten bei einer privaten Krankenversicherung zu unterzeichnen und hiernach der gesetzlichen Krankenkasse zu kündigen. Der andere Zeitpunkt ist das Erreichen des 25. Lebensjahres, falls bis zu diesem Zeitpunkt eine gesetzliche, kostenfreie Absicherung im Rahmen der Familienversicherung bestanden hatte. Auch hier wird für einige Wochen hinweg der direkte Wechsel in die private Krankenversicherung möglich.  

Welche Vorteile bietet die PKV einem Studenten?

Zunächst bieten Studententarife in puncto Leistung die gleichen Vorteile wie bei einem Volltarif für einen etablierten Arbeitnehmer. Das Spektrum an Leistungen geht im Regelfall weit über das Angebot der gesetzlichen Krankenkassen hinaus, für viele Behandlungsmaßnahmen und Medikamente findet somit eine Kostenübernahme statt, die in der GKV nicht mehr erwartet werden kann. Jedoch dürfte auch der finanzielle Aspekt für zahlreiche Studenten reizvoll sein. Da diese bei Eintritt in ihr Erststudium meist noch ein sehr junges Lebensalter mitbringen und zu diesem Zeitpunkt auch relativ gesund sind, fallen auch die Beiträge für Studenten sehr überschaubar aus. Wie bei Erwerbstätigen bemisst sich in der PKV schließlich auch bei einem Studenten der Beitrag alleine an der individuellen Gesundheit und hiermit verbundenen Risikofaktoren, der monatlich erzielte Einkommen bleibt somit bei der Tarifierung außen vor.  

Studieren mit Nebenjob – was muss bei der Krankenversicherung beachtet werden?

Die meisten Studierenden gehen neben Vorlesungen und Seminaren auch einem Job nach, um so eine etwas größere, finanzielle Freiheit zu erlangen. Ob eine solche Arbeit ausgeführt wird und welches Einkommen dabei erzielt wird, ist entscheidend für den sinnvollen Schutz durch die Krankenversicherung. Für Studierende ohne eigenes Einkommen oder mit einem Minijob mit monatlichen Einnahmen bis 400 Euro (Bafög-Leistungen nicht mitgerechnet), gilt weiterhin die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen. Sollte man bislang schon bei den Eltern gesetzlich mitversichert gewesen sein, lohnt für einen Studenten das Anstreben einer eigenen Krankenversicherung nicht.   Anders verhält sich dies bei einem Einkommen über 400 Euro. In diesem Fall muss sich selbst um die soziale Absicherung gekümmert werden, ein prozentualer Anteil des Einkommens ist (unter Berücksichtigung eines Mindestsatzes) direkt in eine Krankenkasse nach Wahl einzuzahlen. Dies gilt zudem unabhängig vom Einkommen ab dem 25. Lebensjahr, da hier die Mitversicherung bei den Eltern im Rahmen einer Familienversicherung zwingend endet. Wer hier neben seinem Studium mühevoll ein monatliches Zusatzeinkommen einstreicht, möchte dieses in allen Fällen nicht in unnötig hoher Summe in seine Krankenversicherung investieren. Die private Krankenversicherung, die sich meist mit niedrigeren Beiträgen für junge Studenten präsentiert, wäre in diesem Fall die preisgünstigere Wahl.