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PKV für Arbeitnehmer

Der größte Teil der Erwerbstätigen in Deutschland geht einer Berufstätigkeit als klassischer Arbeitnehmer nach, d.h. er ist als Arbeiter oder Angestellter mit einem direkten Arbeitgeber tätig. Bei einem solchen Beschäftigungsverhältnis liegt eine Pflichtversicherung im gesetzlichen Krankenversicherungssystem vor, jeder Arbeitnehmer muss somit zwingend Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse zur Absicherung gesundheitlicher Risiken werden. Da hier die Beiträge abhängig vom Einkommen bemessen werden und die Leistungen des gesetzlichen Systems oftmals nur nach dem Standard des gesetzlichen Leistungskatalogs vorgeschrieben werden, wünschen sich Arbeitnehmer verstärkt eine bessere Absicherung, die sie im Rahmen der privaten Krankenversicherung vorfinden. Um in einen Volltarif privater Anbieter wechseln zu können, sind jedoch bemerkenswerte Hürden zu bewältigen.  

Die Versicherungspflichtgrenze – wesentliche Zahlengröße für alle Arbeitnehmer

Anders als Selbstständige oder Beamte können einfache Arbeitnehmer nicht ohne weiteres in die private Krankenversicherung wechseln, da sie im gesetzlichen System pflichtversichert sind. Um den Zustand des freiwillig Versicherten zu erreichen und frei zwischen gesetzlichem und privatem Schutz wählen zu können, ist mit dem Jahresbruttoeinkommen die sogenannte Versicherungspflichtgrenze zu überschreiten. Diese wird jedes Jahr aufs Neue durch den Gesetzgeber festgelegt, für das Jahr 2012 liegt sie bei 50.850 Euro Jahreseinkommen, was einen geringen Anstieg gegenüber dem Jahr 2011 darstellt. Sollte in einem Kalenderjahr die genannte Grenze überschritten werden, ist nach Ausharren einer einjährigen Wartefrist der Wechsel in die PKV frei. In dieser Wartezeit ist es lohnenswert, sich rechtzeitig über diverse Anbieter und Tarife im Bereich PKV zu informieren und so potenziell interessante Versicherungen zu ermitteln.  

Welche Vorteile Arbeitnehmer in der PKV genießen

Zunächst muss der Arbeitnehmer nicht fürchten, dass sein Arbeitgeber die Kosten für einen privaten Versicherungsschutz nicht mittragen würde. Genau wie bei Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse werden hier anteilig die Versicherungskosten durch den Arbeitgeber übernommen, der Wechsel ist diesem lediglich rechtzeitig anzuzeigen. Bei vielen Arbeitnehmern kann sich der Wechsel in die PKV zudem als lukrativ herausstellen, da sich der Beitragssatz bei einem privaten Schutz nicht mehr am Bruttoeinkommen orientiert, sondern alleine an den individuellen, gesundheitlichen Dispositionen ausgerichtet wird. Wer sich einer guten Gesundheit ohne zahlreiche Vorerkrankungen erfreut und zwangsläufig durch Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze ein hohes Jahreseinkommen vorzuweisen hat, dürfte bei der individuellen Tarifierung in zahlreichen Fällen bares Geld einsparen.   Vielen Arbeitnehmern geht es jedoch heute nicht mehr alleine um den finanziellen Faktor, vielmehr wird genauer geprüft, mit welchen Leistungen durch die Krankenversicherung gerechnet werden kann. Viele von ihnen verfolgen mit Sorge die Entwicklung der gesetzlichen Krankenkassen in den letzten Jahren und Jahrzehnten: Fusionen von Kassen sind die einzige Möglichkeit, weiterhin eine hohe Wirtschaftlichkeit zu erhalten, zudem werden Leistungen aus dem gesetzlichen Katalog gestrichen, die fortan aus der eigenen Tasche zu finanzieren sind. Derartige Gefahren drohen bei einem Tarif der privaten Krankenversicherung nicht, da hier individuell auf den Leistungsaspekt Einfluss genommen werden kann. Die tarifliche Ausgestaltung lässt dem Versicherten viele Wahlmöglichkeiten, zudem bleiben die im Vertrag niedergeschriebenen Leistungen dauerhaft erhalten und können nicht einfach, z.B. wie bei Gesprächen der gesetzlichen Krankenkassen mit Ärztevertretern, herausgelöscht werden.  

Einen aussagekräftigen Versicherungsvergleich als Arbeitnehmer durchführen

Nur wenige Arbeitnehmer erreichen gleich zu Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit mit ihrem Bruttojahreseinkommen die Versicherungspflichtgrenze. Für viele von ihnen ist es eher eine Zielsetzung im Laufe ihres Arbeitsleben geworden, eine entsprechende Karriere zu machen und so auch finanziell in einen Bereich vorzudringen, in dem der Wechsel in die PKV eine Option darstellt. Natürlich bleibt stets im individuellen Fall zu prüfen, wie lohnenswert der Wechsel in den privaten Versicherungsschutz ist und wo der beste Mittelweg zwischen umfangreichen Leistungen und geringen Beiträgen gefunden werden kann. Wer hierbei direkt mit konkreten Zahlen arbeiten möchte, kann z.B. auf die Dienste der Vergleichsrechner im Internet vertrauen, mit denen eine Analyse des deutschen Versicherungsmarktes anhand konkreter Zahlen möglich wird. Mit Sicherheit werden so Tarife auf dem Bildschirm erscheinen, die sich für den klassischen Arbeitnehmer lohnen.