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Ratgeber Privaten Krankenversicherung

Alle wichtigen Infos für den Wechsel zur PKV im Überblick!

Ratgeber Private KrankenversicherungWer kann in den Schutz der privaten Krankenversicherung wechseln?

Grundsätzlich ergeben sich zwei Möglichkeiten, von den Tarifen der PKV zu profitieren – entweder durch Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe oder dem Erzielen eines ausreichend hohen Jahreseinkommens. Dieses Einkommen wird durch die gesetzlich festgeschriebene Versicherungspflichtgrenze vorgeschrieben, bei Überschreiten dieser Grenze hat der Versicherte die Wahlmöglichkeit zwischen einer gesetzlichen oder privaten Absicherung seiner gesundheitlichen Risiken. Die Versicherungspflichtgrenze wird jedes Jahr aufs Neue durch den Gesetzgeber festgelegt, für das Jahr 2012 liegt sie bei 50.850 Euro Bruttojahreseinkommen, umgerechnet 4.237,50 Euro monatliches Bruttoeinkommen. Erzielen Sie als Arbeitnehmer unabhängig von der Berufsgruppe ein Einkommen über diesem festgelegten Betrag, wird der Wechsel in die PKV nach einer einjährigen Wartefrist möglich. Unabhängig vom erzielten Einkommen kann der Wechsel in die private Krankenversicherung für bestimmte Berufsgruppen erfolgen. Zu diesen zählen klassischerweise Selbstständige und Freiberufler, die im Regelfall nicht in das gesetzliche Sozialversicherungssystem einzahlen und somit um eine private Absicherung nicht umherkommen. Hier hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, auch bei einem niedrigeren Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze in die PKV zu wechseln. Der Wechsel in den privaten Krankenversicherungsschutz steht zudem Beamten offen, einzelne Versicherer in Deutschland bietet zudem Sondertarife für spezifische Berufsgruppen wie z.B. Landwirte.

Wann lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung?

Viele Versicherungsnehmer erwarten sich von einem Wechsel in die PKV vor allem eine Reduktion ihrer monatlichen Beiträge, die gerade bei jungen Versicherungsnehmern gegeben ist und Einsparungen bis in den vierstelligen Bereich pro Jahr ermöglicht. Möglich wird dies durch die besondere Ausgestaltung der Tarife in der PKV, bei denen sich der einzuzahlende Beitrag ausschließlich am individuellen Gesundheitszustand orientiert und nicht wie bei einer gesetzlichen Krankenkasse einen prozentualen Anteil des Monatseinkommens einfordert. Ein Wechsel in die PKV kann daher gerade für junge oder gesunde Bundesbürger sinnvoll sein, die durch den Wechsel ihre laufenden Kosten reduzieren und dabei zu einer individuellen Absicherung ihrer Gesundheit gelangen. Nicht übersehen werden sollte, dass es auch in der privaten Krankenversicherung zu Anpassungen des Beitrags kommt, über mehrere Jahre und Jahrzehnte hinweg gerechnet rentiert sich der Wechsel in den privaten Schutz dennoch bei zahlreichen Erwerbstätigen. Neben dem finanziellen Vorteil interessieren sich immer mehr gesetzlich Versicherte für die PKV durch den Leistungsaspekt, der hier an eigenen Wünschen und Bedürfnissen orientiert werden kann. Seit einem guten Jahrzehnt werden wirtschaftliche Probleme der gesetzlichen Krankenkassen auch in der öffentlichen Diskussion häufiger thematisiert, Fusionen stellen für manche Krankenkassen schon heute die einzige Möglichkeit dar, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Aktuell kann kaum abgeschätzt werden, auf welchem Leistungsniveau die Versorgung in der gesetzlichen Krankenkasse erhalten bleibt, mit fortschreitenden Streichungen von Leistungspunkten des gesetzlichen Gesundheitskataloges muss daher auch in Zukunft gerechnet werden. Ein Wechsel in die PKV wird daher für alle Versicherten interessant, die sich auch noch in einigen Jahren einer umfassenden Absicherung gewiss sein möchten, die sich je nach gewählten Tarif eines privaten Versicherers zudem gänzlich individuell ergänzen und ausgestalten lässt.

Die PKV – auch für Studenten und Familien eine gute Wahl?

Studierende, die das 25. Lebensjahr vollendet haben oder einen Nebenjob während ihres Studiums ausführen, müssen sich in vielen Fällen selbst krankenversichern. Gerade für Studienanfänger bietet das Krankenversicherungssystem in Deutschland die Möglichkeit, in den Schutz der PKV zu wechseln, wobei viele Studenten gar nicht von dieser Option wissen. Lohnenswert kann der Wechsel in den privaten Schutz dann werden, wenn der Nebenjob eine bemerkenswerte, monatliche Einnahme darstellt, die sonst durch Beiträge für den gesetzlichen Versicherungsschutz erheblich geschmälert würde. Bei einem Studententarif der PKV wird sich wie bei Volltarifen für Erwerbstätige alleine an der individuellen Gesundheit orientiert, die bei Studierenden aufgrund ihres jungen Lebensalter besonders ansprechend ausfällt. Für Studierende sollte die Option eines Wechsels in die PKV somit stets überdacht werden. Auch Familien sollten einen Wechsel in die PKV genau überdenken, da private Anbieter nicht wie das gesetzliche System über eine Familienversicherung verfügen. Konkret muss daher für jedes Familienmitglied ein eigener Versicherungsvertrag aufgesetzt werden, der folglich jeweils eine eigene Beitragszahlung mit sich bringt. Was auf den ersten Blick unlukrativ wirkt, kann dennoch eine bewusste und gute Entscheidung sein, z.B. um allen Familienmitgliedern eine optimale, gesundheitliche Absicherung zu schenken, die das gesetzliche System in dieser Form nicht mehr bietet. Wer nicht alleine auf einen reduzierten Beitrag Wert legt, sondern auch Leistungskriterien mit in seine Überlegungen einbezieht, dürfte somit weiterhin Interesse an der Absicherung seiner Familienmitglieder in der PKV haben. Bei neugeborenen Familienmitgliedern kann übrigens die Versicherung frei gewählt werden, eine Mitgliedschaft in der selben Versicherung wie Mutter oder Vater ist nicht zwingend notwendig.
Welche Faktoren sollten vor dem Wechsel in die PKV bedacht werden?
Wer aktuell überlegt, ob er in den Schutz der privaten Krankenversicherung wechseln oder lieber bei seiner Krankenkasse bleiben möchte, sollte über folgende Faktoren in Ruhe nachdenken:
  • Spielt alleine die Reduktion des monatlichen Beitrags eine Rolle oder steht eher im Mittelpunkt, umfassende und individuelle Gesundheitsleistungen noch in einigen Jahren erwarten zu können?
  • Wie ist die aktuelle, berufliche Situation einzuschätzen und ist in den nächsten Jahren mit einem Wechsel in eine andere Berufsgruppe oder eine lukrativere Tätigkeit zu rechnen?
  • Welche Leistungen sollen der eigenen Person sowie sämtlichen Familienmitgliedern geboten werden und wird die gesetzliche Krankenversicherung diesen Bedürfnissen in vollem Umfang gerecht?
  • Welche Leistungen sind individuell wichtig, um so bei einem privaten Anbieter zusätzlich in einen Volltarif zu übernehmen?
  • Bietet ein favorisierter Tarif eines bestimmten, privaten Anbieters die besten Leistungen fürs Geld, z.B. die Kostenübernahme für Heilpraktiker, den Krankenhausaufenthalt, Schutzimpfungen etc.?
Jeder Versicherungsnehmer ist anders und muss mit seiner gesundheitlichen Situationen und seinen finanziellen Möglichkeit genau überdenken, welcher Anbieter sich am ehesten für den Wechsel anbietet. Mit einer rechnerischen Unterstützung, die Sie z.B. über den Vergleichsrechner auf unserer Webseite erhalten, gewinnen Sie einen klaren Überblick über die Tariflandschaft in Deutschland und dürften so schneller in der Lage sein, ein gutes Angebot der privaten Krankenversicherung für sich zu entdecken.