Gesundheits & Versicherungs Nachrichten
PKV beteiligt sich an Kosten für Patientenberatung
Donnerstag, 19. August 2010 um 00:58 Uhr
Leienbach kündigt Unterstützung des neuen Vorhabens an
Wer sich als Patient bei seine aktuellen Arzt nicht gut aufgehoben fühlt oder selbst Schwierigkeiten hat, sich mit der eigenen, gesundheitlichen Situation abzufinden, erhält vom Jahr 2011 an in Deutschland eine neue Möglichkeit, aktiv etwas für den eigenen Gesundheitszustand zu tun. Grund hierfür ist die neu gegründete Unabhängigie Patientenberatung Deutschlands (UPD), die sich entscheidend an der Bewertung der ärztlichen Qualität hierzulande beteiligt und so die Möglichkeit gibt, Patienten klar aufzuzeigen, bei welchen Ärzten sie je nach Fachbereich am besten aufgehoben sind. Da dies auch für die Private Krankenversicherung einen wesentlichen Bestandteil für eine zukünftige Kostensenkung bedeuten kann, unterstützt die PKV das Vorhaben nicht nur durch einen regen Erfahrungsaustausch, sondern auch durch eine stattliche Anschubfinanzierung.
Qualität der Behandlung in Deutschland für viele Patienten unsicher
Grund für die Einführung der UPD, die einen neutralen Blick auf alle Ärzte, Krankenhäuser und sonstige Einrichtungen richten soll, ist vor allem die aktuelle Qualitätsdebatte in der deutschen Gesundheitspolitik. Sowohl die gesetzlichen Krankenkassen wie auch verschiedene Vertreter der PKV haben in den letzten Jahren zunehmend einen Mangel an qualifizierten Behandlungen angemerkt. Oftmals findet die Abrechnung von Behandlungen statt, die im medizinischen Sinne nicht notwendig sind, zudem fühlen sich viele Patienten auch deshalb nicht von ihren behandelnden Ärzten ernst genommen, da diesen je nach Fachrichtung eine fehlende Ausbildung bei der Diagnose anzumerken ist. Um hier sowohl den Patienten wie auch den Versicherern einen unabhängigen Maßstab an die Hand geben zu können, in welchen Praxen oder Kliniken noch besonders auf die Qualität und den Service rund um den Patienten geachtet wird, hat sich die UPD noch vor ihrer Etablierung im deutschen Gesundheitssystem einen guten Namen machen können.
Kostenersparnisse in der Privaten Krankenversicherung zu erwarten
Dass die PKV nun finanzielle Mittel für die UPD zur Verfügung stellt, ist vor allem mit langfristig erhofften Einsparungen zu begründen. Nicht nur private, sondern auch gesetzliche Versicherer sind in den heutigen Zeiten mehr daran interessiert, Einsparungen dort zu treffen wo sie wirklich möglich sind. Durch das Engagement der UPD sollte es einfacher möglich sein, falsche Abrechnungen oder Behandlungen zu erkennen und somit auch dem Patienten zu verdeutlichen, bei welchen Ärzten er mit einer geringen Qualität und einem schlechten Service zu rechnen hat. Und mittelbar auch die Beiträge in der privaten Krankenversicherung stabil halten.
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