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Hamburg - Sonntag, 08.07.2012

Den Wechsel der Krankenversicherung nicht fürchten

Alte und neue Tarife sinnvoll vergleichen und fundiert wechseln

Egal, ob ein Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse in die PKV gewünscht wird oder der Wechsel zwischen zwei privaten Anbietern angedacht wird – in beiden Fällen dürfte das alte Unternehmen nicht glücklich über den angestrebten Wechsel sein. Auch wenn die Beiträge des eigenen Versicherers steigen oder der Leistungskatalog bei einem anderen Anbieter umfangreicher ausfällt, wird gelegentlich von Maklern und Versicherungen abgeraten, einen Wechsel durchzuführen. Die Argumentationen sind hierbei vielfältig und verfolgen im Regelfall nur ein Ziel – den Versicherungsnehmer zu halten und somit weiterhin von seinen Beitragszahlungen zu profitieren. Tatsächlich lassen sich immer wieder Versicherte hindurch verunsichern und nehmen vom eigentlich geplanten Wechsel Abstand, was bei einer umfassenden und sachlichen Informationen sowie einen fundierten, rechnerischen Vergleich nicht der Fall sein muss.

Mit sachlichen Informationen zum richtigen Wechsel gelangen

In vielen Fällen argumentieren Versicherungen, dass die Kosten bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter der PKV zwingend steigen, da die eigene Person ja gealtert ist und eventuell auch weitere Erkrankungen mit sich bringt. Dies ist jedoch aus zwei Gründen nicht automatisch richtig. Zum einen werden die persönlichen Risiken von jedem Versicherer individuell bemessen und eingeschätzt, hierdurch kann die eigene Person mit ihrem Alter und vorhandenen Beschwerden bei manchen Anbietern stärker profitieren. Der Faktor Alter spielt ansonsten schon wesentlich in die Tarifierung ein, ein Wechsel zu einem anderen Anbieter wird somit umso lohnenswerter, je kürzer der Erstvertrag bestand. Zum anderen wird im Einzelfall auch der Wechsel in eine andere Tarifform angestrebt, mit der sich die monatlichen Kosten stark reduzieren lassen und die in dieser Form nicht vom aktuellen Versicherer angeboten wird. Auch hier werden eindeutig Ersparnisse trotz eines Anbieterwechsels nach mehreren Jahren möglich.

Tarife kritisch und neutral unter die Lupe nehmen

Ratschläge von Maklern und Versicherungen sind trotz der genannten Argumente nicht zwingend abzulehnen. Wie die Praxis zeigt, wechseln Versicherungsnehmer schnell ihren Tarif, alleine um hierdurch den monatlichen Beitrag zu reduzieren. Dies rächt sich bisweilen Jahre oder Jahrzehnte später, das verschiedene Leistungen nicht mehr durch den schwächeren Vertrag erbracht werden und nun aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. In manchen Fällen kann der Ratschlag des Versicherungsmaklers also durchaus berechtigt sein, wenn dieser vor einem Leistungsverlust warnt oder einen angestrebten Wechsel aus anderen Gründen ablehnt. In allen Fällen ist es unverzichtbar, als Kunde selbst ein klares Bild über die verschiedenen Formen von Tarifen der PKV zu besitzen und so unabhängig von guten und schlechten Ratschlägen eine sinnvolle Entscheidung treffen. Ein Einstieg gelingt über das Internet, wo es jedem Bundesbürger möglich wird, sich dem Thema Krankenversicherung mit umfassenden Informationen sowie einem rechnerischen Tarifvergleich zu nähern. Schneller als gedacht können so auch Laien einen Durchblick im Tarifdschungel gewinnen und auf fundierter Basis einen möglichen Wechsel durchführen.