Jetzt kostenlos vergleichen!



Nachrichten

Hamburg - Montag, 04.06.2012

Viele Bundesbürger ohne Informationen zur privaten Pflegeversicherung

Vertragsarten und Begriffe bei vielen Bürgern nicht bekannt

Seit der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung im Jahr 1995 setzt sich ein Großteil der Bundesbürger mit der Situation auseinander, dass sie selbst zum Lebensabend hin zu einem Pflegefall werden könnten. Zahlreiche Berufsgruppen zählen entweder als Pflichtmitglied des deutschen Sozialsystems oder auf freiwilliger Basis 1,95% ihres monatlichen Bruttolohns in die gesetzliche Pflegekasse ein, viele bezweifeln jedoch bei der häufigen Diskussion über das gesetzliche Pflegesystem, ob dieses Geld in einigen Jahren und Jahrzehnten für die eigene Generation ausreichen wird. Die Absicherung des individuellen Pflegefalls auf privater Basis ist daher eine Überlegung Wert, allerdings bieten die Versicherungen in Deutschland verschiedene Tarifvarianten, die sich namentlich alle ähneln. Den meisten Bundesbürgern fehlt daher der Überblick, um eine in vielen Fällen sinnvolle Absicherung zu treffen.

Die richtige Grundversorgung durch ein Pflegetagesgeld erhalten

Die private Pflegeversicherung ist mit ihrem Zugang etwas anders als die private Krankenversicherung aufgebaut, grundsätzlich steht erstere sämtlichen Bundesbürgern für eine ergänzende Absicherung der gesetzlichen Leistungen offen. Einfacher zu vergleichen sind die privaten Tarife also eher mit einer privaten Krankenzusatzversicherung, so dass hier anstelle des Zahnersatzes oder eines Aufenthalts im Krankenhaus das Risiko eines Pflegefalls abgesichert wird. Wer hierbei unabhängig von der Pflegestufe, die im Rahmen eines neutralen Gutachtens festgelegt wird, monatlich über eine bestimmte Höhe an Pflegegeld verfügen will, sollte sich als grundlegende Absicherung für eine sogenannte Pflegetagesgeldversicherung entscheiden. Diese vergibt unabhängig von der Pflegestufe pro Tag einer durchzuführenden Pflege einen vereinbarten Eurobetrag, die meisten Experten raten dabei zu einer minimalen Auszahlungssumme von 50 Euro pro Tag. Das Risiko, als Pflegefall auf ein solches Pflegetagesgeld zurückzugreifen, ist übrigens nicht nur bei älteren Mitmenschen gegeben, sondern kann genauso gut jüngere Bundesbürger nach einem schweren Unfall betreffen.

Eine sinnvolle Ergänzung mit anderen Pflegetarifen entdecken

Das Pflegetagesgeld kann als wesentliche Basis für eine Absicherung des Pflegefalls gesehen werden, ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, eine Vorsorge für diese spezielle Lebenssituation zu treffen. Mit der sogenannten Pflegezusatzversicherung wird eine angepasste und höhere Absicherung möglich, in diesem Fall orientiert sich der Zahlbetrag des Versicherers an der staatlich ermittelten Pflegestufe. Diese kann theroetisch auch beim Pflegetagesgeld einfließen, die meisten Versicherungsnehmer nutzen jedoch gerade dort die Freiheit, auf einen festen Zahlbetrag unabhängig von der Auszahlungsstufe zu vertrauen. Wer übrigens bei sehr kostspieligen Fällen mit einer dauerhaften Unterbringung in einem Heim fürchtet, dass selbst das gesetzliche Pflegegeld plus die private Zusatzversicherung nicht ausreicht, sollte sich für eine Pflegekostenversicherung entscheiden. Mit dieser wird es möglich, entstehende Kosten gerade bei einer vorherrschenden Finanzierungslücke zu schließen, hierbei muss jedoch über Rechnungen ein klarer Nachweis über die Kosten erbracht werden. Die einzelnen Arten sind somit individuell abzuwägen.