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Hamburg - Samstag, 26.11.2011Neue Regelungen für Provisionen bei Vollverträgen in der PKV
Weniger Eigeninteresse zu Gunsten der Versicherungsnehmer möglich
Wer als Versicherungsmakler einen Kunden davon überzeugen kann, einen Volltarif in der PKV abzuschließen, erhält hierfür wie in allen anderen Versicherungssparten eine Provision. Dies ist zwar branchenüblich, hat jedoch in den letzten Jahren und Jahrzehnten eher eine ausufernde Form angenommen. Soll die Provision eigentlich einen Anreiz zum Abschluss schaffen, hat die Regelung je nach Versicherung exorbitante Höhen erreicht, so dass Makler auf Teufel komm raus den Abschluss mit Kunden suchen. Selbst wenn ein Tarif nicht optimal für die eigene Person geeignet ist, überzeugen viele Makler den Kunden dennoch zu einer Unterschrift, nur um eine möglichst hohe Provision einzustreichen. Durch Neuregelungen, die mittlerweile den Bundesrat passiert haben und ab dem 1. April 2012 in Kraft treten, dürfte ein wesentlicher Anreiz für übermäßig hohe Provisionen jedoch nicht mehr gegeben sein.Maximal neun Monatsbeiträge als Provision noch möglich
In der Auszahlung, die ein Versicherungsagent maximal für einen neu abgeschlossenen Vertrag erwarten darf, findet ab dem genannten Datum faktisch eine Halbierung statt. Bis zu 18 Monatsbeiträge des Versicherungsnehmers konnte bislang eine Provision betragen, durch die neue Gesetzgebung wird diese Zahl auf neun reduziert. Hierbei handelt es sich ohnehin um eine Obergrenze, je nach Firmenpolitik oder wirtschaftlichen Möglichkeiten des Versicherers sind ohnehin schon niedrigere Auszahlungen bei manchen Versicherungen etabliert. In den Fokus dürfte so etwas weniger der schnelle Abschluss eines Volltarifs geraten, vielmehr können sich interessierte Neukunden nun berechtigte Hoffnungen machen, etwas stärker im Mittelpunkt der Beratung zu stehen und so wirklich zu einem Abschluss zu kommen, der für die eigene Person optimal ist.
Bereits im Vorfeld gezielt Anbieter der privaten Krankenversicherung vergleichen
In der heutigen Zeit ist es generell anzuraten, sich nicht alleine auf das zu verlassen, was ein Versicherungsmakler für den Abschluss eines Vertrags zur PKV in Aussicht stellt. Schneller als man denkt zahlt man als Versicherter so einen unnötig hohen Beitrag oder findet in seinem Vollvertrag verschiedene Leistungen nicht wieder, die bei anderen Versicherern jedoch längst etabliert sind. Genau aus diesem Grund ist es empfehlenswert, sich bereits im Vorfeld mit einem individuellen Vergleich mit all den Angeboten zu beschäftigen, die sich aktuell auf dem Versicherungsmarkt befinden. Dies gilt gerade vor dem geplanten Wechsel in einen Volltarif der PKV, ergibt jedoch auch vor dem Abschluss von Zusatzversicherungen in verschiedenen Gestalten einen Sinn.
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