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Hamburg - Samstag, 12.11.2011

DAK und BKK Gesundheit werden zur großen, neuen Krankenkasse

Fusion führt zu einer der größten Krankenkassen in Deutschland

In den letzten Jahren dürften sich zahlreiche, gesetzliche Versicherte schon daran gewöhnt haben, dass ihre Krankenkasse fortan unter einem anderen Namen operiert. Selbiges wird fortan auch für die BKK Gesundheit sowie die DAK gelten, die sich aktuell zu einer der größten Krankenkassen in Deutschland zusammenschließen. Während schon in den vergangenen, beiden Jahren Fusionen zwischen der TKK und der IKK-Direkt bzw. der Barmer und der GEK stattgefunden haben, wird der Zusammenschluss von DAK und BKK Gesundheit zur dritten Megafusion, die vor allem zu stabilen Beiträgen und umfassenden Leistungen für alle Versicherten im gesetzlichen System sorgen möchte. Vor allem die Verwaltungskosten sollen durch die Fusion spürbar sinken.

Hoffnung auf finanzielle Stabilität bei der neuen Krankenversicherung


Wer sich die Kostenentwicklung des Gesundheitssystems in den letzten Jahren betrachtet, wird die finanziellen Schwierigkeiten verschiedener Unternehmen der gesetzlichen Krankenversicherung nachvollziehen können. Einige der Krankenkassen sahen sich daher bereits gezwungen, Zusatzbeiträge von ihren Versicherten zu erheben, was ihnen durch die Gesundheitsreform im Jahr 2009 auch gesetzlich vorgeschrieben wurde. Auch die Sicherheit, welche Leistungen durch die eigene Krankenkasse übernommen werden, ist nur noch selten für Millionen von Versicherte gegeben. Eine Fusion wie die aktuell durchgeführte von BKK Gesundheit und DAK soll hier für gut 6,5 Millionen Versicherte in Deutschland eine Sicherheit schaffen, auch in den nächsten Jahren auf einen starken Versicherungspartner vertrauen zu können. Durch den Zusammenschluss wird es dem neuen Unternehmen möglich, gerade im Verwaltungsbereich den Kostenfaktor zu reduzieren und so mehr aus den Beiträgen für die einzelnen Patienten zu machen. Wie effektiv diese Maßnahmen werden und was konkret an Ersparnissen durch die Fusion möglich wird, wird sich jedoch erst in den nächsten Monaten und Jahren herausstellen können.

Gesetzliche und private Krankenversicherung sinnvoll gegenüberstellen

Aus den früher gut 1.000 Krankenkassen sind mittlerweile nur noch gut 150 Kassen übriggeblieben. Ob die hier jeweils gebotenen Leistungen noch ausreichen oder weitere Leistungen gewünscht werden, ist individuell zu prüfen. In vielen Fällen kann der Wechsel in einen Volltarif der privaten Krankenversicherung weiterhelfen, auch die Ergänzung durch eine Zusatzversicherung der PKV kann dazu führen, das auch in den nächsten Jahren auf ein umfangreiches Leistungsspektrum kann nach eigenen Vorstellungen gesetzt werden kann.