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Hamburg - Montag, 24.10.2011Den Wechsel innerhalb der PKV sinnvoll und lukrativ gestalten
Mitnahme von Anwartschaften für neue Verträge möglich
Noch vor wenigen Jahren war es für Mitglieder bei einer privaten Krankenversicherung faktisch undenkbar, den eigenen Vertrag zu kündigen und stattdessen zu einem anderen Anbieter der Branche zu wechseln. Ein solcher Wechsel hätte je nach Situation einen günstigeren, monatlichen Beitrag mit sich gebracht, obwohl mit jedem Lebensjahr mehr auch das versicherungstechnische Risiko der eigenen Person ansteigt. Deutlicher wird der Unterschied jedoch durch die Anwartschaften, die sich ein Versicherungsnehmer in der PKV durch seine Beiträge erwirbt und die in jungen Jahren als Rücklagen fungieren, um spätere Kosten auf sinnvolle Weise aufzufangen. Durch die Änderungen, die der Gesetzgeber im Rahmen der letzten beiden Jahre auf den Weg gebracht hat, ist der Wechsel innerhalb der PKV jedoch ein Stück weit interessanter geworden.Keinen Verlust von Rücklagen in der PKV mehr befürchten
Das Hauptargument gegen einen Wechsel, nämlich der Verlust von bereits erworbenen Anwartschaften, ist aktuell nicht mehr in der PKV gültig. Durch eine Gesetzesänderung ist die alte Versicherung verpflichtet, die erworbenen Anwartschaften dem neuen Versicherer zu überweisen, die angesammelten Rücklagen bleiben dem Versicherten also selbst dann erhalten, wenn er sich für eine andere, private Krankenversicherung entscheidet. Eine solche Entscheidung kann verschiedene Gründe haben und muss nicht alleine in einem günstigeren Beitrag liegen, der durch den neuen Versicherer in Aussicht gestellt wird. Möglicherweise beinhaltet ein Volltarif des einen Versicherers Leistungen, die die alte Versicherung nicht bieten kann und deshalb Zuzahlungen nötig macht, wo man sich eigentlich den starken Schutz der privaten Krankenversicherung wünschen würde.
In den ersten Jahren einer Mitgliedschaft bei der PKV stetig prüfen
Wer gerade erst in die PKV gewechselt ist und so möglicherweise noch ein eher junges Lebensalter hat, sollte gerade in den ersten Jahren genau schauen, ob die eigene Versicherung die bestmögliche Absicherung zu bieten weiß. Der Grund, warum die ersten Jahre für einen Wechsel besonders interessant sind, liegt auf der Hand: Hier ergeben sich meist nur marginale Unterschiede, wenn es zu einer Neueinstufung bei einer anderen Versicherung kommt, in die auch das eigene Lebensalter mit einfließt. Wer bereits 15 oder 20 Jahre Mitglied in der PKV ist, sollte übrigens nicht mit einer Mitnahme seiner Anwartschaften rechnen. Die Regelung, die erst seit wenigen Jahren gilt, hat eine Auswirkung alleine auf neu abgeschlossene Verträge. Zwei Argumente, warum eine junge Mitgliedschaft in der PKV stetig überprüft werden sollte, um noch einen sinnvollen Wechsel zu tun.
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