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Hamburg - Donnerstag, 01.09.2011Die Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung
Selbständige, Beamte und Arbeitnehmer mit einem Einkommen oberhalb der JAEG können sich für die private Krankenversicherung absichern. Neben den zu versichernden Leistungen steht fast immer auch die Beitragsentwicklung im Mittelpunkt. Inzwischen ist bekannt, dass die Beiträge in der PKV gerade mit steigendem Alter durchaus deutlich steigen können. Wie hat sich also der PKV-Beitrag in der Vergangenheit entwickelt? Und wie sieht die Prognose für die Zukunft aus?PKV: Beitragsentwicklung und Gesundheitskosten
Der Beitrag für die Krankenversicherung hat sich sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung wie auch der PKV in den letzten Jahren deutlich verändert. Je nach Zeitraum, der betrachtet wird, ergeben sich unterschiedliche Zahlen. So stiegen im Jahrzehnt zwischen 1997 und 2008 die Beiträge in der privaten Krankenversicherung um ca. 50 Prozent. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Webseite des PKV Verbandes In der GKV lag die Entwicklung darunter. Im Gegensatz zur PKV lässt sich die Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung leichter nachvollziehen, da zwischen den einzelnen Kassen die Unterschiede wesentlich geringer waren.
Da in der PKV der Beitrag nicht anhand der Einkommenshöhe berechnet wird, sondern sich sogar innerhalb der privaten Krankenkassen zwischen den Tarifen unterscheiden kann, ist eine präzise Aussage zur Beitragsentwicklung in der Vergangenheit schwierig. Eine aktuelle Berechnung kann mit einem Private Krankenversicherung Rechner nachvollzogen werden. Versicherungsexperten gehen allerdings davon aus, dass Versicherte der PKV mit einer Verdopplung des Beitrags aller 10 – 12 Jahre rechnen sollten.
Wie massiv sich die Beitragsentwicklung in den einzelnen privaten Krankenkassen unterscheiden kann, zeigt der Blick auf die Beitragssteigerungen zum Jahreswechsel 2011. Während in einigen PKV der Beitrag nur minimal nach oben korrigiert werden musste, haben in anderen Versicherungen die Verbraucher fast zweistellig in die Tasche greifen müssen. Die Unterschiede ergeben sich vor allem aus den Differenzen zwischen den Versicherungen/Tarifen.
Wie sieht die Prognose für die Zukunft aus?
Wer sich heute für die PKV entscheidet, muss auch in Zukunft mit Beitragsanpassungen rechnen. An dieser Tatsache kommt niemand vorbei. Schon allein die derzeit steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen machen Erhöhungen nötig. Ob die aktuelle Geschwindigkeit erhalten bleibt oder die Entwicklung Fahrt aufnimmt, hängt von vielen Faktoren ab. Damit der Beitrag nicht überdurchschnittlich steigt, werden in jeder privaten Krankenversicherung Rücklagen gebildet.
Beitragsentwicklung als Entscheidungshilfe
Die Beitragsentwicklung ist keine bloße Spielerei von Statistikern und Mathematikern. Sie ist vielmehr für den Versicherten vor dem PKV-Wechsel ein wichtiges Entscheidungskriterium. Denn die Stabilität des Beitrags in einem Tarif der privaten Krankenversicherung lässt Rückschlüsse über die Effizienz sowie die Kalkulationsgrundlagen der PKV zu. Eine flache Beitragsentwicklung bei gleichzeitig wachsenden Rücklagen ist durchaus ein positives Signal.
Auto/Inhalt: Robel Bilen
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