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Hamburg - Donnerstag, 18.08.2011Was leistet die Krankenversicherung bei stressbedingten Krankheiten?
In den 1950er Jahren wurde Stress erstmals als medizinisches und psychisches Problem erkannt. Bei Stresssituationen oder auch Stresstests stellt sich immer die Frage, wie lange organische und anorganische Dinge einem zeitlich oder nicht zeitlich begrenzten Druck standhalten? Die Medizin hat für Stress ihre eigene Definition aufgestellt, die besagt, dass Stress vermehrt physische und psychische Antworten auf den menschlichen Organismus sind. Fragen, Antworten und Hilfe zum Thema Stress finden Betroffene auf dem Forum stressforum.net.Doch was für Leistungen bringen gesetzliche und private Krankenversicherungen bei stressbedingten Krankheiten? Bei diesen Krankheitsformen - das derzeit bekannteste Phänomen ist das sogenannte Burn-Out-Syndrom - ist es ratsam, sich in psychotherapeutische Behandlung zu geben. Gesetzlich ist es geregelt, dass jeder Bürger der Bundesrepublik Deutschland, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und sich in ärztliche, zahnärztliche oder psychotherapeutische Behandlung gibt, zuzahlungspflichtig ist, sofern er Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist. In der Praxis findet die Zuzahlung mit der Praxisgebühr von 10 Euro statt. Personen unter 18 Jahren sind von der Zuzahlungspflicht befreit. Kurzeittherapie, analytische Psychotherapie und Psychoanalyse, die gesetzlich als Lösung von Stress angesehen werden, werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dabei erfolgt die Abrechnung wie bei einem regulären Arztbesuch über die Versichertenkarte. Die Kosten, insofern sie von der Kasse bewilligt sind, werden von ihr voll übernommen. Im Falle der Notwendigkeit weiterer Sitzungen, können Verlängerungsanträge bei der jeweiligen Krankenkasse gestellt werden.
Bei Privatversicherten ist es unterschiedlich geregelt. Hier werden je nach Kasse 20-30 Pauschalstunden veranschlagt, die den Patienten von jeglicher Zuzahlungspflicht befreien. Bei vielen Privatkassen ist es ähnlich wie bei den gesetzlichen Kassen. Vor der Aufnahme einer therapeutischen Behandlung wird der Antrag genauestens geprüft.
Die meisten Krankenkassen beschäftigen sich mit dem "Stress-Phänomen", das überwiegend bei Arbeitnehmern auftaucht. Auf den Homepages geben sie Tipps und Ratschläge, wie man Stress verringern kann. Ratschläge sind auch auf stressforum.net zu finden.
Auto/Inhalt: Bianca Iosivoni
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