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Hamburg - Dienstag, 16.08.2011

Was tun bei Berufsunfähigkeit?

Genau wie Unfall, Schlaganfall oder Krankheit kann Berufsunfähigkeit in deren Folge jeden - egal in welchem Berufsfeld man tätig ist - unvorhergesehen treffen. Es gibt praktisch keine Möglichkeiten, im Nachhinein zu handeln: Hilfe vom Staat ist kaum zu erwarten und die Berufsunfähigkeitsrente der gesetzlichen Rentenversicherung reicht im Normalfall nicht aus, um einen angemessenen Lebensstandard zu erhalten. Berufsunfähigkeit ist daher meist mit einem sozialen Abstieg des Betroffenen verbunden. Welche Möglichkeiten kommen also zur Vermeidung der Folgen einer möglichen Berufsunfähigkeit in Betracht?

Der beste Weg, schon im Voraus eine eventuelle Berufsunfähigkeit einzukalkulieren, ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese kann entweder als eigenständige Versicherung abgeschlossen oder mit anderen Versicherungen, z.B. der Lebens- oder Rentenversicherung, kombiniert werden. Der Versicherte erhält im Falle des Eintritts einer Berufsunfähigkeit eine regelmäßig ausgezahlte Rente. Deren Höhe ist von den eingezahlten Beiträgen abhängig. Meist greift die Versicherung schon ab einer Berufsunfähigkeit von 50%, das bedeutet, der Betroffene kann nur die Hälfte oder weniger der Arbeitsleistung eines gesunden Kollegen in seinem Beruf erbringen.

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte der Vertrag sorgfältig auf etwaige "Fallen", wie z.B. die Nicht-Gewährung von Leistungen bei bestimmten Krankheiten, überprüft werden. Außerdem sollten Vorerkrankungen stets vollständig angegeben werden, da sonst kein Anspruch auf Leistungen besteht.

Die Höhe der Beiträge hängt von verschiedenen Faktoren ab, die bei verschiedenen Versicherungen unterschiedlich gewichtet werden. In jedem Fall werden Umstände wie Vorerkrankungen, das allgemeine Berufsrisiko, der gewünschte Umfang der im Schadensfall zu zahlenden Leistungen und das Eintrittsalter in die Beitragskalkulation einbezogen. So ist zum Beispiel der Versicherungsbeitrag für einen Extremsportler höher als der eines Informatikers, da das Risiko, bei Ausübung des Berufs berufsunfähig zu werden, einfach höher ist.

In der Regel ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sehr empfehlenswert, da so die Sicherung des Lebensunterhalts trotz Arbeitsunfähigkeit gewährleistet und ein daraus oftmals resultierender sozialer Abstieg vermieden wird.

Autor/Inhalt: Bianca Iosivoni