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Hamburg - Sonntag, 17.07.2011PKV bittet Politik um Unterstützung bei säumigen Versicherungsnehmern
Zahl der säumigen Versicherungsnehmer steigt immer weiter an
Die Kosten im Gesundheitswesen steigen nicht nur für die Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse an, sondern können auch Versicherte bei einem Anbieter der privaten Krankenversicherung über die Jahre hinweg immer stärker belasten. Wer seit Jahren bei einem Unternehmen der PKV versichert ist und steigende Beiträge seines Versicherers hinnehmen musste, wird schlimmstenfalls in eine Situation kommen, die entsprechenden Beiträge nicht mehr aufbringen zu können. Genau in dieser Situation befinden sich jedoch seit einigen Jahren immer mehr Versicherungsnehmer, die über einen oder mehrere Monate hinweg nicht mehr ihre Beiträge zahlen und so die Finanzen der einzelnen Versicherer gehörig durcheinanderbringen.Als Versicherter nicht den individuellen Versicherungsschutz riskieren
Natürlich birgt es bereits für den einzelnen Versicherungsnehmer in der PKV ein großes Risiko, über lange Zeit hinweg keine Beiträge in den Versicherungsschutz zu zahlen. Auf dieser Basis kann man schnell den Anspruch verlieren, dass die Versicherung im Falle einer Behandlung die Kosten ganz oder zu einem bestimmten Teil erstattet. Selbst die Kündigung kann nach einem längeren Zeitraum ohne Beiträge erfolgen, da hierbei der Versicherte die Konditionen des abgeschlossenen Vertrages verletzt. Grundsätzlich stellen sich für die einzelne Versicherung durch die steigende Zahl säumiger Beitragszahler jedoch noch größere Probleme. Die einzunehmenden Beiträge sind bei den meisten Versicherungen fest im Budjet einkalkuliert, so dass finanzielle Löcher entstehen, die zunächst einmal durch die anderen Versicherten zu übernehmen sind. Zudem können die Gelder der säumigen Zahler immer erst später abgeschrieben werden, was eine finanzielle Belastung auch ohne eine steigende Zahl an ausbleibenden Beiträgen darstellt.
Die richtige Krankenversicherung für sich finden
Manche Versicherungen im Bereich PKV fangen mittlerweile an, beim Vertragsabschluss genauer auf die Konditionen der Verträge und die Bonität der potenziellen Versicherungsnehmer zu achten. Noch wichtiger sollte es jedoch für den einzelnen Versicherten sein, sich im Vorfeld über die eigenen, finanziellen Möglichkeiten bewusst zu werden. Gerade wer sich umfangreichere Leistungen als bei einer gesetzlichen Krankenkasse wünscht und hierfür gerne ein paar Euro mehr im Monat zahlt, sollte darüber nachdenken, dass diese Beiträge im Laufe der Jahre auch ansteigen können. Ob dann weiterhin ein Voll- oder Zusatzschutz bezahlt werden kann, ist individuell zu überdenken, so dass ein Vergleich beim Auffinden des besten, privaten Versicherers hilft.
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