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Hamburg - Samstag, 02.07.2011

Wartezeiten bei PKV und GKV nur noch geringfügig abweichend

Annäherung der Zeiten nach Umfrage unter Patienten erkennbar

Egal, bei welchem Facharzt man sich als Patient auch um einen Termin bemüht – in den meisten Fällen muss mit Wartezeiten gerechnet werden, bei denen nicht selten einige Woche verstreichen. Wann ein Termin vergeben wird, hängt dabei von der Terminbelegung des jeweiligen Arztes ab, wobei viele Patienten den Eindruck haben, dass es zu einer bevorzugten Terminvergabe kommt, solange ein Patient nur privat versichert ist. Dies alleine als Grund zu nehmen, um in die Private Krankenversicherung zu wechseln, erscheint allerdings überholt, wie eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes BKK unter Patienten aller Versicherungsformen zeigt. Zwar ist hier nach der Erfahrung der Patienten weiterhin eine leichte Bevorzugung von privat Versicherten zu erkennen, die Annäherung zwischen den Wartezeiten von gesetzlich und privat Versicherten ist jedoch in den letzten Jahren deutlich erfolgt und dürfte möglicherweise in den nächsten Jahren sogar zu einem gleichen Niveau gelangen.

Drei Wochen bis zum Termin nicht unüblich

Unter den 6.000 Befragten kam es im Durchschnitt zu einer Wartezeit von 17 Tagen für Privatpatienten, die sich um den Termin bei einem Facharzt bemühten. Dies mag im Vergleich zu gesetzlich Versicherten, die im Schnitt 25 Tage auf einen Termin beim Facharzt warten müssen, immer noch wenig klingen – dennoch waren es vor einigen Jahren gerade einmal elf Tage im Durchschnitt, die ein Versicherter der PKV auf seinen Termin warten musste. Eine Annäherung, die auch allmählich auf die Aussagen zahlreicher Ärzte passen, dass keine wirkliche Bevorzugung von privat versicherten Patienten stattfindet, wenn es um die Vergabe eines Termines geht. Auch wenn diese Aussage eine leichte Schönfärberei sein mag – extreme Unterschiede zwischen gesetzlich und privat ergeben sich nach der aktuellen Umfrage zumindest nicht mehr und dürften so auch für Millionen von gesetzlich Versicherten eine Beruhigung sein, Teil einer Zwei-Klassen-Medizin zu sein und unnötig lange für einen Termin hingehalten zu werden.

Sich gegen den Eindruck der Zwei-Klassen-Medizin wehren

Auch wenn es für die Wartezeiten auf einen Arzttermin nicht stimmen mag – sehr viele Versicherte in den gesetzlichen Krankenkassen haben in andererlei Hinsicht schon den Eindruck, nicht ausreichend Leistungen für ihre gesundheitliche Absicherung zu erhalten. Wenn dies der Fall ist, kann ein Blick auf die Konditionen der privaten Krankenversicherung helfen, die mit ihren Voll- und Zusatztarif das Leistungsspektrum für jeden Versicherten in Deutschland erweitern kann.