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Hamburg - Montag, 02.05.2011

Worauf Verbraucher beim Wechsel in die PKV achten müssen

Oft ist in Deutschland die Rede von der sogenannten Zwei-Klassen-Medizin. Also der Unterschied zwischen den gesetzlich Versicherten und den privat Versicherten Personen. Mit Vorteilen wie geringe Beiträge, Chefarztbehandlung sowie kürze Wartezeiten in Arztpraxen lockt die PKV. Doch worauf sollte bei einem Wechseln in die PKV geachtet werden?

Vor jedem Wechseln zu einer privaten Krankenversicherung, steht ein persönlicher Gesundheitscheck bei einem Honorararzt der Versicherungsgesellschaft an. Sollten dadurch Leiden jediglicher Art bemerkt werden, so kommt zu der monatliche Grundprämie gleich mal ein Risikozuschlag dazu. Des weitern sollte darauf geachtet werden, dass die entsprechende Leistung nicht aus der Versicherung ausgegliedert wird. Wird ein entsprechendes Krankheitsbild aus dem Vertrag ausgeliedert, dann müssen für diese Krankheit sämtliche anfallende Kosten vom Arztbesuch bis zum Medikament vom Versicherungsnehmer getragen werden.

Die Beiträge der privaten Krankenversicherung beziehen sich immer nur auf die zu versichernde Person. Eine kostenlose Familienversicherung wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung möglich ist, bietet private Krankenversicherung nicht. Das bedeutet, dass für Kinder und Ehegatte eigene Prämien zu der eigenen hinzukommen. Davon abgesehn steigen die Beiträge mit dem Alter. So kann es durchaus sein, dass die private Krankenversicherung in jungen Jahren ohne Familie günstiger ist. Aber mit zunehmendem Alter und der Gründung einer Familie werden die Prämien immer weiter erhöht.

Ein weiter zu betrachtender Aspekt ist die Vorauszahlung. Geht jemand der gesetzlich Versichert ist zu einem Honorararzt, dann gibt dieser nur seine Krankenkarte ab und der Arzt kann direkt mit der Krankenkasse abrechnen. Bei der privaten Krankenversicherung verhält es sich so, dass die Rechnung des Honorararztes ersteinmal selber getragen werden muss und dann zu Erstattung bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft eingereicht werden kann. In den meisten Verträgen der privaten Krankenversicherung ist allerdings ein Eigenanteil vereinbart. Das heißt, dass erst ein gewisser Betrag von zum Beispiel 500 € im Jahr der Versicherte selber ausgibt, bevor die Krankenversicherung weitere Unkosten deckt.

Es ist also sehr genau zu überlegen ob man zu einer privaten Krankenversicherung wechselt. Viele Vorteile der privaten Krankenversicherung lösen sich bei näherem Betrachten in Luft auf. Viele Krankenkassen arbeiten bereits mit privaten Versicherungsunternehmen zusammen, sodass die volle Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung sowie beliebige Leistungen der privaten Krankenversicherung in Anspruch genommen werden kann.