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Hamburg - Dienstag, 15.03.2011Diabetiker müssen ab dem Sommer 2011 mit weiteren Ausgaben rechnen
Ausgaben für Teststreifen möglicherweise bald nicht mehr erstattet
Wer unter Diabetes leidet, unternimmt meist eine Reihe von Schritten, um die Entwicklung des eigenen Zustandes im Auge zu behalten. Zu diesen Schritten gehört auch die Analyse der gesundheitlichen Situation mit sogenannten Teststreifen, die einen schnellen Aufschluss über den aktuellen Blutzuckerwert geben. Die Kosten für diese Teststreifen wurden bislang von allen Unternehmen der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, jedoch kann sich hier in naher Zukunft eine Abänderung ergeben. Bereits für den Sommer 2011 wird nachgedacht, diese Elemente aus dem Leistungskatalog zahlreicher Krankenkassen zu streichen, so dass Diabetiker fortan selbst für diese Hilfsmittel zur Untersuchung aufkommen müssten.Einzelner Nutzen durch Teststreifen nicht gegeben
Die Begründung, warum die Teststreifen möglicherweise nicht mehr durch verschiedene Krankenkassen erstattet werden, hat in den Augen der Kassen vor allem analytische Gründe. Die Aussagen, die Teststreifen bei der Analyse ergeben, sind ohne die Ergänzung um weitere, medizinische Indikatoren nicht sinnvoll. Betroffen sind in erster Linie Erkrankte, die in Tablettenform ihr Insulin zu sich nehmen und es bislang gewohnt waren, durch die Teststreifen einen regelmäßigen Überblick über ihren aktuellen Blutzuckerspiegel zu erhalten. Dennoch können weiterhin Situationen auftreten, in denen die Krankenkassen die Kosten für die Teststreifen übernehmen. Hierfür muss allerdings eine medizinische Begründung vorlieben, z.B. wenn der Arzt eine neue Medikation angesetzt hat und deren Auswirkungen nachvollzogen werden soll. Natürlich bleibt es auch unabhängig vom gesetzlichen Leistungskatalog allen Krankenkassen überlassen, sich weiterhin für die Kostenerstattung zu entscheiden und somit ein schlagkräftiges Argument für Versicherte zu bieten, mit diesen zusätzlichen Leistungen neue Kunden zu gewinnen.
Umfangreich durch private Versicherer versorgt
Eine Alternative vor allem für freiwillig gesetzlich Versicherte, die diese neue Form der Leistungskürzung nicht hinnehmen möchten, ist ein Wechsel in einen privaten Tarif. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass ein Volltarif genau die Leistungen bieten kann, die man sich individuell wünscht. Als Diabetiker erhält man so die Sicherheit, sich auf alle Kostenerstattungen verlassen zu können, die man sich für die eigene Gesundheit bei einem erhöhten Blutzuckerspiegel wünscht. Sollte der Wechsel in einen Volltarif nicht möglich sein, lohnt es sich, die speziellen Zusatztarife der einzelnen Versicherer zu betrachten und hier den passenden Schutz zu finden.
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