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Hamburg - Freitag, 11.03.2011

Diskussion über private Pflegeversicherung duch Sozialverbände forciert

Umverteilung der Rücklagen von Versicherern gewünscht

Sich neben der privaten Krankenversicherung auch auf zusätzliche Leistungen im Bereich Pflegeversicherung verlassen zu können, ist zunehmend Bundesbürgern wichtig. Sollte es zu einem Pflegefall kommen, können zwar Leistungen aus einer der gesetzlichen Pflegestufen in Anspruch genommen werden, jedoch dürften diese in vielen Fällen nicht ausreichen, um die Kosten des Pflegefalls zu decken. Je mehr Leute sich für eine private Absicherung entscheiden, umso stärker rückt auch der Umgang mit den Beiträgen in das gesellschaftliche Interesse, weshalb sich erste Sozialverbände auch zu Wort melden. Hierbei steht vor allem die Art im Fokus, mit der Beiträge verwaltet und Überschüsse erzielt werden, wobei sich einige Verbände hier eine Umverteilung wünschen würden, bei denen die Versicherungsnehmer stärker in den Vordergrund gerückt werden sollen.

Altersrückstellungen auch für gesetzliche Krankenkassen interessant

Da die privaten Versicherer mittlerweile in Bereichen wie der Kranken- oder Pflegeversicherung Rückstellungen im dreistelligen Milliardenbereich gebildet haben, wird die Diskussion auch durch einige, gesetzliche Krankenkasse mit angereift. Viele dieser gesetzlichen Anbieter haben mittlerweile erheblich Schwierigkeiten, die jährlichen Kosten aufrechtzuerhalten, weshalb einige von ihnen schon Zusatzbeiträge von ihren Versicherten einfordern mussten. Regelmäßig wird deshalb ein Sozialausgleich ins Gespräch gebracht, so dass mit einer Umverteilung das gesetzliche wie private System gefestigt werden können. Für zahlreiche Sozialverbände steht dabei vor allem der Leistungsaspekt im Vordergrund, der im gesetzlichen Bereich spürbar sinkt und es somit zahlreichen Versicherten nicht mehr einfach macht, bestimmte Behandlungen in Anspruch zu nehmen.

Über private Zusatztarife nachdenken

Unabhängig von der finanziellen Situation im gesetzlichen und privaten Versicherungswesen bleibt es für jeden einzelnen Versicherten zu überlegen, inwieweit ihm die Leistungen einer Krankenkasse oder der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen oder ob diese gezielt durch private Zusatzleistungen ergänzt werden sollten. Sowohl der Wechsel in einen Volltarif der PKV wie auch der Abschluss von Zusatzversicherungen kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, gesundheitlich gesichert durch die nächsten Jahre und Jahrzehnte zu gehen. Welche private Krankenversicherung oder Pflegeversicherung in Frage kommt, sollte individuell geprüft werden.