Nachrichten
Hamburg - Mittwoch, 16.02.2011Für gesetzlich Versicherte Zahlungen per Vorkasse in der Apotheke ein finanzielles Risiko
Kosten der Differenz meist alleine durch den Versicherten zu zahlen
Gerade weil durch die gesetzliche Umstellung zum Januar 2011 die Rabatt-Medikamente auf dem Vormarsch sind und die Kosten bei gesetzlichen und privaten Krankenversicherern reduzieren sollen, ergeben sich nicht selten die Wünsche bei gesetzlich Versicherten, weiterhin ein vertrautes Medikament zu erwerben. Dies ist theoretisch auch ohne weiteres möglich, jedoch sollten alle gesetzlich Versicherten an dieser Stelle aufpassen, nicht teures Geld aus eigener Tasche für dieses Handeln zahlen zu müssen. In vielen Fällen bleiben die Versicherten auf dem Differenzbetrag sitzen, der sonst durch die Krankenkasse für die billigste Alternative gezahlt wird. In dieser Hinsicht ist vor allem Vorsicht walten zu lassen, wenn das entsprechende Medikament direkt per Vorkasse in einer Apotheke vor Ort bezahlt wird.Günstige Alternativen in der Apotheke prüfen
Wer ab sofort in einen Apotheke geht und ein bestimmtes Arzneimittel sucht, sollte in erster Linie nach dem entsprechenden Wirkstoff fragen. Die Apotheker sind in diesem Fall angehalten, das günstigste Medikament dieser Art anzubieten, für welches bei einer rezeptlichen Verschreibung die Kosten auch komplett durch die Krankenkasse übernommen werden. Hat der Patient jedoch spezielle Wünsche nach einem bestimmten Medikament, kann der Apotheke diese gegen Rechnungsstellung erfüllen. Die entsprechende Rechnung wird dann durch den Versicherten bei seiner Krankenkasse eingereicht und hier vor Ort geprüft. Stellt sich dabei heraus, dass die gekaufte Alternative deutlich höhere Kosten für die Krankenkasse mit sich bringt, übernimmt diese im Regelfall den verpflichtenden Anteil, den die billigste Lösung gekostet hätte. Auf dem Differenzbetrag für das gekaufte Medikament bleibt der Versicherte somit in jedem Fall sitzen und kann nicht auf eine umfassende Erstattung der Arzneimittelkosten durch seine Krankenkasse hoffen.
Vorteile der privaten Krankenversicherung erkennen
Die Regelung betrifft in erster Linie gesetzlich Versicherte, während sich Mitglieder in der privaten Krankenversicherung weiterhin auch über die Erstattung von höheren Kosten für Medikamente freuen können. Dies gilt natürlich nicht ausnahmslos, da auch die privaten Versicherer bemüht sind, ihre Kosten zu reduzieren und durch den Verweise auf billigere Alternativen ihren Versicherten ein Kostenbewusstsein mit auf den Weg zu geben. Da das Leistungsspektrum in der privaten Krankenversicherung dennoch spürbar weitergeht als bei vielen, gesetzlichen Krankenkassen, kann sich der Wechsel in den Schutz der PKV auch in dieser Hinsicht in jedem Fall lohnen.
Nachrichten Archiv
- 16.02.2011Für gesetzlich Versicherte Zahlungen per Vorkasse in der Apotheke ein finanzielles Risiko
- 12.02.2011Nicht durch Rabatt-Medikamente verwirren lassen!
- 27.01.2011Abänderung der Bindungsfrist für Wahltarife in der GKV gegeben
- 25.01.2011Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen sinkt zunehmend
- 17.01.2011Diese Neuerungen gibt es in der privaten Krankenversicherung ab 2011
- 02.01.2011Auch Rentner vom Anstieg des Krankenkassenbeitrags betroffen
- 02.01.2011Anstieg des Krankenkassenbeitrags zum neuen Jahr für Millionen Versicherte
- 11.11.2010Tarife der Privaten Krankenversicherung für Kinder genau überdenken
- 10.11.2010PKV denkt über Spezialtarif für Zahlungsunwillige nach
- 08.11.2010Zusatzpolicen weiterhin auch durch die GKV vergebbar
- 05.10.2010Ärzte mit deutlich höheren Honoraren im Jahr 2011
- 19.08.2010PKV beteiligt sich an Kosten für Patientenberatung
- 19.08.2010Hunderttausende nutzen Krankenkassenwechsel nach Einführung von Zusatzbeitrag
- 19.08.2010FDP schließt Nachbesserungen bei der Gesundheitsreform nicht aus
- 19.08.2010Zu hohe Kosten im Gesundheitssystem durch künstliche Gelenke





