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Hamburg - Dienstag, 25.01.2011Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen sinkt zunehmend
Auch für die nächsten Jahre Fusionen zu erwarten
Wer als gesetzlich oder privat Versicherter einen Blick auf die gesetzlichen Krankenkassen wirft, wird seit Jahren und Jahrzehnten eine wesentliche Änderung in der Kassenlandschaft bemerkt haben. Mehr als 400 Krankenkassen waren es, die noch vor einigen Jahrzehnten für die Absicherung aller gesundheitlichen Risiken zuständig waren, von diesen sind jedoch aktuell nur noch gut 150 übriggeblieben. Vor allem die Liberalisierung des Marktes mit der freien Möglichkeit für Versicherte, sich den eigenen, gesetzlichen Versicherer auszusuchen, hat die Verhältnisse zwischen den Krankenkassen stark verschoben und sorgt so dafür, dass auch in naher Zukunft einige Krankenkassen gänzlich aus der deutschen Versicherungslandschaft verschwinden werden. In den meisten Fällen sind es hierbei wirtschaftliche Gründe, die eine gesetzliche Krankenkasse zur Aufgabe ihrer Tätigkeiten zwingt.Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung immens hoch
Unbestritten ist die Tatsache, dass bei den allermeisten Krankenkassen im gesetzlichen Bereich die Einnahmen kaum ausreichen, um die Kosten für alle Versicherten zu decken. Die meisten Krankenkassen haben im Laufe der Jahre bereits auf diese Entwicklungen reagiert, indem das angebotene Leistungsspektrum entsprechend abgesenkt wurde. Dies ist jedoch seit einiger Zeit nicht mehr so ohne weiteres möglich, da durch den einheitlichen Beitragssatz die Kassen zunehmend in Konkurrenz zueinander geraten und nicht mehr auf finanzieller Basis einen Unterschied herbeiführen können. Da somit hauptsächlich die Abgrenzung über die gebotenen Leistungen und den Service bleibt, ist das Risiko für viele Krankenkassen gegeben, nicht mehr dauerhaft wirtschaftlich arbeiten zu können. Die Folge ist eine angestrebte Fusion mit anderen Krankenkassen oder die generelle Aufgabe der Geschäftstätigkeiten, wobei diese jedoch im Vergleich zur Fusion die deutlich unwahrscheinlichere Alternative darstellt. Schließlich müssen auch die Versicherten dieser Kassen sicher bei einem anderen Unternehmen der GKV untergebracht werden.
Über den Wechsel in die PKV nachdenken
Da vor allem freiwillig Versicherte den zunehmenden Leistungsverfall mitbekommen haben dürften, spielt gerade für sie der potenzielle Wechsel in die private Krankenversicherung eine wesentliche Rolle. Durch einen individuellen Versicherungsvertrag können die Leistungen auf einem konstant hohen Niveau gehalten und oftmals auch der monatliche Beitrag gesenkt werden.
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