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Hamburg - Sonntag, 02.01.2011Auch Rentner vom Anstieg des Krankenkassenbeitrags betroffen
Anteilige Senkung der Nettorente um 0,3% als Folge der Beitragserhöhung
Wenn zum 1. Januar 2011 die Beiträge zur Absicherung durch die gesetzlichen Krankenkassen ansteigen werden, betrifft diese Tatsache nicht alleine nur alle Erwerbstätigen. Auch Millionen von Rentner in Deutschland sind von dieser Änderung betroffen und müssen so anteilig auf einen Teil ihrer Nettorente verzichten. Der aktuelle Beitrag der Rentner zur gesetzlichen Rentenversicherung, der bislang 7,9% der monatlichen Bruttorente betrug, wird im Zuge der Erhöhung ebenfalls auf 8,2% erhöht. Dieser Anstieg um 0,3 Prozentpunkte entspricht im gleichen Maße dem Anstieg, den ein Arbeitnehmer zum höheren Beitrag beisteuern muss.Weniger Geld im Portmonee für Millionen Rentner
Die Auswirkungen für Millionen Rentner werden vor allem die älteren Menschen am eignen Leib zu spüren bekommen, die ohnehin schon eine eher geringe Rente erhalten und hiermit nur schwerlich die monatlichen Kosten in den Griff bekommen. Durch den Anstieg des Beitrags wird so effektiv weniger Geld netto pro Monat zur Verfügung stehen, wodurch sich die finanzielle Situation von Millionen Rentner noch unnötig verkomplizierten dürfte. Zwar war im Rahmen der Diskussion über die Erhöhung des Beitrags auch darüber gesprochen worden, ob hier eventuelle Ausnahmen für Renten unterhalb einer gewissen Einkommensgrenze sinnvoll wären, letztlich entschied sich die politische Führung jedoch gegen diese Form der Ausnahmen, so dass heute ausnahmslos sämtliche Rentner die entsprechende Erhöhung mittragen müssen.
Gedanken über Wechsel in die private Krankenversicherung oftmals lohnenswert
Auch wenn für die meisten Rentner heutzutage keine Möglichkeit mehr besteht, sich mit ihren gesundheitlichen Risiken anderweitig abzusichern, gilt dies für Erwerbstätige weiterhin, die nicht einfach so die aktuelle Erhöhung hinnehmen möchten. Wie Befragungen zeigen, wären viele Versicherte durchaus mit der Erhöhung der Beiträge einverstanden, sofern mit diesen eine Verbesserung der Leistungen in den gesetzlichen Krankenkassen verbunden wäre. Da hiermit jedoch bei weitem nicht zu rechnen ist, kann sich in vielen Fällen der Wechsel in den Schutz eines privaten Krankenversicherers lohnen. Ob die Voraussetzungen für diesen Wechsel erfüllt sind und somit eine Chance besteht, bessere Leistungen zu oftmals noch deutlich günstigeren Beiträgen zu erhalten sind, kann nur individuell festgestellt werden. Gerade für Selbstständige und Freiberufler, die bislang immer noch freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert waren, dürften jedoch aktuell ernsthaft über einen Wechsel in die PKV nachdenken.
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