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Hamburg - Sonntag, 02.01.2011Anstieg des Krankenkassenbeitrags zum neuen Jahr für Millionen Versicherte
Anstieg des Beitrags um 0,6 Prozent
Nachdem bereits vor einigen Monaten intensiv über die Änderung des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung diskutiert wurde, wird die von der schwarzgelben Regierung beschlossene Änderung im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zum 1. Januar 2011 hin Realität. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung muss fortan einen höheren Beitrag zur gesundheitlichen Absicherung zahlen und so weniger Nettoeinnahmen pro Monat hinnehmen. Der Anstieg des Beitrags erfolgt dabei um 0,6 Prozentpunkte, so dass ab sofort statt der bisherigen 14,9% fortan 15,5% des Bruttolohns in die staatliche Gesundheitskasse eingezahlt weren muss. Für alle Angestellten und Arbeiter erfolgt die Aufteilung dieses Beitrags zu gleichen Maßen für den Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler müssen hingegen die gesamte Erhöhung bezahlen – eine Chance für viele, sich endgültig gegen die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung zu entscheiden und in den Schutz der privaten Krankenversicherung zu wechseln.Bessere Leistungen durch die Erhöhung nicht zu erwarten
Wer als Versicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung damit rechnet, fortan mehr Leistungen von seiner Krankenkasse erwarten zu können, wird schnell eines Besseren belehrt werden. Vielmehr dient die Anhebung der Beiträge einer sichereren Finanzierung der Krankenkasse, die trotz aller Änderungen im gesetzlichen Gesundheitssystem seit vielen Jahren größtenteils roten Zahlen schreiben und nicht mit den Beiträgen ihrer Mitglieder auskommen. Auch wer bislang schon für den Schutz durch seine Krankenkasse Zusatzbeiträge zu entrichten hatte, wird diese weiterhin zahlen müssen, da mit einer Rücknahme der zusätzlichen Beiträge durch die entsprechenden Krankenversicherer kaum zu rechnen ist.
Ein Blick in die private Krankenversicherung kann lohnen
Wie sich Experten einig sind, dürfte die Anhebung der Beiträge für eine nicht unerhebliche Welle von Wechselwilligen sorgen, die sich zunehmend für den Schutz durch die private Krankenversicherung interessieren. Da mit dem Anstieg der Beiträge keine Verbesserung der Leistungen verbunden sind, die im Vergleich zur PKV in den gesetzlichen Krankenkasse ohnehin eher eingeschränkt ausfallen, kann der Wechsel zu einer privaten Versicherung eine Lösung für viele, gesundheitliche Fragen sein. Nicht selten ist dabei der Wechsel sogar mit einer Absenkung der zu zahlenden Beiträge verbunden.
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