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Hamburg - Mittwoch, 10.11.2010PKV denkt über Spezialtarif für Zahlungsunwillige nach
Versicherungspflicht als Problem für die Private Krankenversicherung
Für unzählige Versicherte stellt die Private Krankenversicherung mit ihren Tarifen eine Alternative zu den gesetzlichen Krankenkassen dar, wobei dieser Schutz meist sogar günstiger als bei einer solchen Krankenkasse ausfallen kann. Dennoch ist hiermit natürlich nicht ausgeschlossen, dass sich für einen Versicherten in der privaten Krankenversicherung Probleme bei der Zahlung seiner Beiträge ergeben. Egal, ob dies an zwischenzeitlichen Zahlungsschwierigkeiten liegt oder der Versicherte es mutwillig unterlässt, seinen Pflichten der Beitragszahlung nachzukommen – nahezu jedes Unternehmen der PKV bleibt in einigen Fällen auf den Kosten für Behandlungen aller Art sitzen, ohne dass der Versicherte absehbar seinen Zahlungen nachkommt.Eine einfache Kündigung kann in diesem Fall nicht einfach ausgesprochen werden, da seit dem Jahr 2009 in Deutschland die Versicherungspflicht gilt. Manche Unternehmen agieren daher so, dass nicht zahlungsfähige Versicherungsnehmer einfach in den Basistarif abgeschoben werden und somit nur noch eine grundlegende Versorgung für alle gesundheitlichen Leiden erhalten. Bezogen auf den Beitrag ist dies jedoch in nicht wenigen Fällen keine sinnvolle Lösung, da vor allem junge und gesunde Selbstständige und Freiberufler einen geringeren Beitrag zu entrichtet haben, als sie im Basistarif zahlen müssen. Erfolgt ein Verschieben in einer solchen Situation, senkt das Unternehmen der PKV so noch eher die Wahrscheinlichkeit, dass der einzelne Versicherte seinen Verpflichtungen zur Beitragszahlung nachkommt.
Alternativen in der Privaten Krankenversicherung in der Diskussion
Da die aktuelle Situation für viele private Krankenversicherer unbefriedigend ist, wir über verschiedene Alternativen diskussiert, die sich für säumige Beitragszahler anbieten könnten. Die Situation ist dabei durchaus drängend, da sich die Anzahl der säumigen Zahler in der PKV mittlerweile auf 80.000 Person gesteigert hat und somit Ausfälle in Millionenhöhe für alle privaten Versicherer bedeuten. Nachgedacht wird daher über die Möglichkeit, die gesundheitliche Vorsorge für derartig Versicherte auf ein Minumum zu beschränken, wodurch der Tarif lediglich noch in Notfallsituationen mit Leistungen aufarten würde. Einen solchen Spezialtarif einzurichten, der lediglich noch die allerelementarsten Leistungen übernehmen würde, scheint von vielen Unternehmen der PKV als interessante Möglichkeit angesehen zu werden, jedoch ist diese Tatsache noch nicht beschlossen. Wer sich selbst gerade in der Situation befindet, seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der PKV nicht mehr nachkommen zu können, sollte jedoch auch als Versicherter in Ruhe überlegen, welche Möglichkeiten sich zur Beseitigung des Mangels ergeben.
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