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Hamburg - Dienstag, 05.10.2010Ärzte mit deutlich höheren Honoraren im Jahr 2011
Insgesamt eine Millarde mehr für Kassenärzte
Auf einer aktuellen Tagung zwischen Vetretern der Krankenkassen sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wurde eine Entscheidung getroffen, die für viele Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung kaum nachvollziehbar sein dürfte. Die Ärztevertreter für die rund 150.000 Kassenärzte in Deutschland haben einen deutlichen Anstieg der Honorare beschlossen, bei denen durch eine Erhöhung von zusammen einer Milliarde Euro durchaus von einem Rekordhonorar gesprochen werden kann.Kassenverbandssprecher Florian Lanz mit Kritik
In einem unmittelbaren Interview nach der Abstimmung machte Florian Lanz, Sprecher des Kassenverbands, seinen Unmut über die Entscheidung deutlich. Leidtragende der Entscheidung wären ausschließlich die Beitragszahler, die mit ihrer Beitragserhöhung somit diese Honorarerhöhung der Ärzte mitzutragen hätten. Der Verband der Krankenkassen hatte sich für eine Nullrunde im Jahr 2011 eingesetzt, da weitere Anstiege der Honorare kaum dem Bürger zu vermitteln wären. In der endgültigen Abstimmung wurden sie jedoch von den Ärztevertretern überstimmt, die sich somit ab dem Januar 2011 über einen neuen Geldsegen für alle Formen von Behandlungen freuen dürfen.
Nachdenken über die Private Krankenversicherung als Alternative
Die Erhöhung der Honorare sorgte bereits in ersten Reaktionen für großen Unmut bei vielen Versicherten. Viele von ihnen waren erst vor wenigen Tagen endgültig schockiert worden, als die Gesetzesgrundlage zur Erhöhung der Krankenkassenbeiträge ab dem Jahr 2011 durch den Bundestag verabschiedet wurde. Konkret bedeutet die Entscheidung des Gremiums eine Erhöhung des gesetzlichen Beitrags um 0,6% Prozentpunkte, von denen nun ein nicht unwesentlicher Teil direkt in die höheren Honorare der Ärzte fließen müssen. Wer sich mit diesem Zustand nicht abfinden möchte, kann Alternativen erwägen und dabei beispielsweise über den Wechsel in die Private Krankenversicherung nachdenken. Hier erfolgt bereits seit Jahrzehnten die Abrechnung mit den Ärzten direkt, so dass hier nicht über die Erhöhungen der Honorare von Kassenärzten mit direkten Auswirkungen nachgedacht werden muss. Sind die Voraussetzungen für einen Wechsel in die PKV erfüllt, kann der Wechsel zu einem privaten Anbieter der erste Schritt sein, sein Geld auch im Gesundheitsbereich auf deutlich sinnvollere Weise anzulegen.
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