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Hamburg - Dienstag, 17.08.2010Generelle Aufhebung der 3-Jahres-Frist aktuell in der Diskussion
Opposition kritisiert Klientel-Politik für die Private Krankenversicherung
Wer aktuell von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchte und dabei nicht Selbstständiger oder Freiberufler ist, sieht sich aktuell immer noch mit der sogenannten 3-Jahres-Frist konfrontiert. Hatte die schwarzgelbe Regierung eigentlich angekündigt, diese Wartefrist bis zu einem endgültig möglichen Wechsel auf ein Jahr noch im Jahr 2010 zu reduzieren, müssen aktuell Versicherte mittlerweile schon auf das Jahr 2011 warten. Dass eine Änderung für den Wechsel in die Private Krankenversicherung kommen wird ist jedoch unstrittig – die Frage bleibt jedoch aktuell, ob nicht sogar gänzlich vom Gesetzgeber auf Wechselfristen verzichten wird. Dies wird zumindest aktuell politisch diskutiert.Einfacherer Wechsel in die Private Krankenversicherung möglich
Sollte sich die in der Diskussion befindliche Änderung durchsetzen, wäre es auch jedem Angestellten und jedem Arbeiter mit dem entsprechenden Einkommen möglich, ohne die Erfüllung von zusätzlichen Wartefristen in die PKV zu wechseln. Bislang galt es als wahrscheinlich, dass die alte Regelung wieder hergestellt würde, die bis in die 1990er Jahre hinein galt und als 1-Jahres-Frist geführt wurde. Die Opposition kritisert mittlerweile in der Diskussion eine reine Klientel-Politik und wirft der Bundesregierung somit indirekt vor, nach dem Scheitern einer größeren Gesundheitsreform in anderer Weise den Unternehmen der Privaten Krankenversicherung einen größeren Kundenkreis bescheren zu wollen. Und in der Tat dürfte mit einem einmaligen Ansturm auf die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung zu rechnen sein, sollte im Jahr 2011 generell die Fristenregelung wegfallen, die aktuell Tausende von Bundesbürgern am direkten Wechsel in die Private Krankenversicherung hindert.
Auswirkung auf den Gesamtsektor Krankenversicherung unsicher
Welche Konsequenzen ein genereller Wegfall hätte, ist momentan noch sehr strittig. Das gesetzliche Gesundheitssystem würde die Abwanderungen kaum kompensieren können, so dass hier der Wegfall weiterer Leistungen oder ein erneuter Anstieg des Versicherungsbeitrages notwendig würde. Auch wie der Zulauf zur Privaten Krankenversicherung aussehen würde, der den Unternehmen größere Beitragseinnahmen aber auch eine Vielzahl von Krankheitsfällen bescheren könnte, wird aktuell von Experten unterschiedlich bewertet. Sicher ist alleine, dass zu Beginn des Jahres 2011 eine Änderung der Fristenregelung angestrebt wird – eine Änderung, auf die viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung seit einiger Zeit vergeblich warten.
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