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Hamburg - Freitag, 13.08.2010Rösler macht sich für bessere Bezahlung von Hausärzten stark
Keine Spielräume für höhere Gehälter sonst allgemein gegeben
Auf dem zurückliegenden Bundesärztetag in Dresden hat sich Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) nicht alleine nur Freunde gemacht. Die Ankündigung, die Gehälter der Ärzte auf dem aktuellen Niveau einfrieren zu wollen, um den aktuellen finanziellen Belastungen standhalten zu können, wurde von der Belegschaft eher mit Groll als mit Verständnis aufgenommen. Eine Berufsgruppe unter den Ärzten dürfte dennoch hoffnungsvoll den Worten Rösler gefolgt haben. Gemeint sie die Hausärzte, deren Berufsstand für die nächsten Jahre und Jahrzehnte eher kritisch gesehen wird und denen nach Willen der Politik nun ein finanzieller Anreiz gegeben werden soll, um auch durch Ärzte der zukünftigen Generationen eine bundesweite Versorgung in allen Regionen im Bereich des Hausarztwesens sicherzustellen.Fehlende Hausärzte in allen Regionen ein generelles Problem
Rösler machte in seiner Rede vor dem Bundesärztetag noch einmal das deutlich, was viele Statistiken in der aktuellen Diskussion belegen. Der Mangel an Hausärzten, wie er immer wieder von verschiedenen Seiten hervorgehoben wird, ist nicht alleine ein Problem der ländlichen Regionen in Deutschland. Immer häufiger sind auch größere Städte von diesem Mangel bedroht, da viele Ärzte nach ihrem Studium lieber in ihrer Studienstadt bleiben oder direkt in große Metropolen oder ins Ausland zum Praktizieren ziehen. Zudem ließe sich gerade bei der jungen Generation von Ärzten die Neigung feststellen, lieber in einem Krankenhaus oder in einer Klinik arbeiten zu wollen, wo feste Arbeits- und Urlaubszeiten die Regel sind und somit nicht der Arztdienst ohne Untebrechung ausgeübt werden würde.
Finanzieller Anreiz als wesentlicher Schritt für neue Hausärzte
Auch wenn die Sache noch nicht beschlossen ist und eher als Diskussionsgrundlage in der Politik dient, stellte Rösler eine potenziell höhere Bezahlung für alle Ärzte in Aussicht, die sich in Zukunft für den Beruf des Hausarztes entscheiden würden. Zwar wären die finanziellen Mittel in der aktuellen, wirtschaftlichen Situation begrenzt, dennoch sollen Wege gefunden werden, die eine zusätzliche Bonuszahlung für alle Ärzte möglich macht, die sich für das klassische Berufsbild des Hausarztes entscheiden. Rösler reagierte hiermit konstruktiv auf die Kritik, die ein Vorschlag von ihm wenige Wochen zuvor erntete. Hier hatte er vorgeschlagen, Studenten zu Beginn ihres Studiums wählen zu lassen, ob sie nach Abschluss des Studiums zwingend in einer ländlichen Region praktizieren wollen und dies durch finanzielle Vergünstigungen im Studium zu belohnen.
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