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Hamburg - Freitag, 13.08.2010Gesetzliche Krankenversicherung verschwenderisch beim neuen Firmensitz
Mehrere Millionen Euro Miete pro Jahr realistisch
Wer dieser Tage noch bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, bekommt immer stärker den Eifer zu spüren, mit welchem die Unternehmen der GKV Einsparungen vornehmen. Nicht nur der Leistungskatalog in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde auf diese Weise zunehmend in den letzten Jahren ausgedünnt – auch das Erheben von Zusatzbeiträgen durch erste Versicherer macht deutlich, in welcher Finanznot sich die meisten Unternehmen der GKV befinden. Beobachtet man hingegen das Verhalten des Verbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung, der sich gerade in Berlin auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie für den neuen Verbandssitz befindet, könnte man hingegen meinen, dem Verband ginge es deutlich zu gut. Die Auswahl einer exquisiten Lage mit großer Nähe zur Politik steht hier im Vordergrund, ungeachtet der Tatsache, dass die neue Immobilie mehrere Millionen Euro im Jahr als Mietkosten aufbringen dürfte.Ein Schlag ins Gesicht aller gesetzlich Versicherten
Der höhere Verwaltungsaufwand in der gesetzlichen Krankenversicherung macht es für den Verband notwendig, sich räumlich zu vergrößern. Ein nachvollziehbares Argument, weshalb sich der Verband in der Hauptstadt auf 10.000 Quadratmeter Bürofläche ausdehnen möchte und so eine große Zentrale für alle Fragen rund um die gesetzliche Krankenversicherung darzustellen. Bei der Auswahl möglicher Immobilien ist die Tendenz des Verbandes jedoch klar erkennbar: Möglichst zentral sollte das neue Gebäude liegen, um eine Nähe zur Bundesregierung auch räumlich halten zu können und so einen direkten Ansprechpartner in der Politik zu besitzen. Realistisch geschätzt würde dies zwei bis drei Millionen Euro an Mietkosten mit sich bringen, die natürlich durch die Beiträge der vielen gesetzlich Versicherten gezahlt würden. Vorbildlich in puncto Ersparnis voranzugehen und so auch für die gesetzlich Versicherten einen entsprechenden Beitrag zu leisten, scheint dem Verband in dieser Hinsicht weniger am Herzen zu liegen.
Private Krankenversicherung bietet größere Kostentransparenz
Wer sich sicher sein möchte, wohin eigentlich sein monatlicher Beitrag genau fließt, ist bei der Privaten Krankenversicherung an der richtigen Adresse. Durch die regelmäßige Ausgabe von Quoten ist jeder Versicherer gesetzlich verpflichtet, klar anzuzeigen wie viel Prozent des Beitrages für die eigene Verwaltung verwendet wird und was effektiv dem Versicherten in Form von Zahlungen zu Gute kommt – eine Transparenz, die ebenfalls für einen Wechsel in die PKV spricht.
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