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Hamburg - Freitag, 13.08.2010Private Krankenversicherung gegen Anlage weiterer Zusatzbeiträge beim Staat
Private Zusatzversicherung sichert gezielten Einsatz der Beiträge
Nicht nur der Sektor Krankenversicherung ist seit einigen Jahren in der politischen Diskussion und bringt mit der aktuellen Expertenrunde der schwarz-gelben Bundesregierung auch immer neue Ideen hervor, wie man auch für die nächsten Jahre Gesundheit bezahlbar machen kann. Das gleiche Prinzip gilt auch für die gesetzliche Pflegeversicherung, die seit ihrer Einführung in den Neunziger Jahren stetig Verluste hinzunehmen hat und in den nächsten Jahren kaum mehr in gewohnter Weise finanzierbar sein dürfte. Der Gesetzgeber hat in dieser Hinsicht bereits angeregt, einen Zusatzbeitrag zu erheben, um Pflege in Deutschland auf Dauer bezahlbar machen zu können. Ein Konzept, welches der Verband der Privaten Krankenversicherung jedoch sehr anzweifelt.Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern da
Der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Schulte, äußerte sich bzgl. der angedeuteten Pläne ähnlich kritisch wie einzelne Vertreter verschiedener, privater Krankenversicherer. Zwar sei die Stärkung des Bereiches Pflegeversicherung unausweichlich, jedoch sollten eventuelle Zusatzbeiträge nicht in die Kassen des Staates gespült werden. Das Risiko wäre in diesem Fall viel zu groß, dass der zusätzlich eingenommene Beitrag von Millionen deutscher Bundesbürger zweckentfremdet würde, also in Haushaltsbereichen eingesetzt würde, wo gerade finanzielle Löcher zu stopfen sind. Dass der Zusatzbeitrag also wirklich der Pflege der eigenen Person oder von Familienangehörigen im Alter dienen würde, dürfte unter diesen Umständen angezweifelt werden.
Zusatzbeiträge bei der Privaten Krankenversicherung oder anderen Dienstleistern sinnvoller
Vertreter der Privaten Krankenversicherung machten natürlich keinen Hehl daraus, dass sie eine verpflichtende, private Zusatzversicherung begrüßen würden. Im Umkehrschluss sei es aber für die Sicherung des Bereiches Pflege genauso effektiv, den Zusatzbeitrag in die Hände einer dritten Instanz zu geben, wodurch die Gefahr gebannt wäre, das Geld zweckentfremdet einzusetzen. Unabhängig davon wiesen die Vertreter der PKV darauf hin, dass bereits heute die Möglichkeit besteht, sich selbst im Pflegesektor zusätzlich abzusichern. Wer sich jetzt schon Gedanken um seine Zukunft macht und sich darum sorgt, dass selbst durch einen Zusatzbeitrag in der Pflegeversicherung die Leistungen kaum für die Versorgung der eigenen Person im Pflegefall reichen dürften, sollte heute schon von einem Zusatztarif der PKV profitieren – je jünger man beim Abschluss des Vertrages ist, sind umso günstigere Beiträge für die gleichen Leistungen möglich.
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