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Hamburg - Freitag, 13.08.2010Fusion gesetzlicher Krankenkassen auch in anderen Ländern üblich
Kosteneinsparungen im gesetzlichen Gesundheitswesen überall in Europa notwendig
Dass ein Verfall in den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in den letzten Jahren hierzulande zu erkennen ist, ist mit Sicherheit unstrittig. Viele Versicherte fühlen sich im Stich gelassen, wenn sie für höhere Beiträge immer häufiger Leistungseinbußen in Kauf nehmen müssen, so dass viele von ihnen mit einem Wechsel zu einem privaten Krankenversicherer liebäugeln. Das Problem, dass die gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr die Leistungen früherer Tage erbringen können und selbst in Geldnot geraten, ist jedoch nicht alleine ein deutsches Problem. Selbst Nichtmitglieder der europäischen Union wie die Schweiz geraten zunehmend im gesetzlichen Versicherungsbereich unter Zugzwang.Fusion für Kostenersparnisse in der gesetzlichen Krankenversicherung usus
Konkret sind es die beiden Schweizer Krankenkassen Sanitas und KPT, die sich nun zu einer der größten, eidgenössischen Krankenkassen zusammenschließen und zum wesentlichen Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen für Hunderttausende von Schweizern werden. Die Gründe vor diese Fusion liegen auf der Hand: Beide Krankenkassen stöhnten schon im Vorfeld unter dem hohen Kostenfaktor, der vor allem durch die Verwaltung aller Mitglieder entstehen würde und somit den Anteil der Beiträge, die explizit wieder für Versicherungsleistungen ausgegeben werden können, zunehmend schmählerten. Durch die Fusion mit einer zusammengelegten Verwaltung soll dieser Faktor nicht nur reduziert werden, sondern auch für den einzelnen versicherten Bürger sichergestellt werden, dass in näherer Zukunft keine Erhöhung der Beiträge notwendig würde.
Weitere Fusion der gesetzlichen Krankenkassen auch in Deutschland zu erwarten.
Auch in Deutschland, wo im Jahr 2008 die Techniker Krankenkasse und die BKK zur größten Gesundheitskasse in der BRD wurden, sind für die nähere Zukunft weitere Fusionen in der Krankenkassen-Branche zu erwarten, die einzig durch den Kostenfaktor motiviert sein dürften. Bereits heute meldet der größere Teil der Krankenkassen ein Defizit bei den jährlichen Einnahmen und Ausgaben und wird sich dementsprechend in der Zukunft um Alternativen bemühen müssen, wie Einsparungen zu treffen sind. Schlimmstenfalls führt dies neben einer Fusion zu weiteren Kürzungen im Leistungskatalog, so dass der Wechsel in die Private Krankenversicherung für unzählige, gesetzlich Versicherte ein lohnenswerte Alternative bleiben dürfte.
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