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Hamburg - Mittwoch, 11.08.2010Ärztepakt soll Mangel an behandelnden Ärzten in Kliniken dauerhaft beseitigen
Rösler sieht Pakt genauso wichtig wie die Sicherung zukünftiger Landärzte
In den letzten Wochen war häufiger in den Medien davon die Rede: In den nächsten Jahren ist mit einem Rückgang der frei praktizierenden Ärzte vor allem in ländlichen Region Deutschlands zu rechnen, so dass Gesundheitsminister Rösler bereits einige Vorschläge zur Diskussion unterbreitet hat, wie dieser Prozess aufgehalten werden kann. Jedoch stellt der Mangel an Landärzten nicht das einzige struktuelle Problem dar, mit welchem sich die deutsche Ärztelandschaft aktuell auseinandersetzen muss. Ein ähnlicher Mangel herrscht in der aktuellen Situation auch in vielen deutschen Kliniken – mehrere tausend Planstellen sind hier ebenfalls nicht besetzt, so dass aktuell die Politik auf viele Fachärzte aus dem Ausland zurückgreifen müssen. Hierbei konkurriert Deutschland jedoch mit den lukrativen Angeboten aus anderen Staaten der Europäischen Union, so dass die Mangelsituation auch noch für die nächsten Jahre vorherrschen dürfte.Ausarbeitung eines Maßnahmenkataloges als erste Maßnahme geplant
Insgesamt kann in Deutschland nicht von einem Ärztemangel gesprochen worden. Vor allem in Großstädten quer durch die Bundesrepublik lässt sich beinahe schon ein Überschuss an gut ausgebildeten Ärzten aller Fachbereiche feststellen, weshalb Rösler durch einen geplanten Maßnahmenkatalog darstellen möchte, wie man einem solchen Arzt den Wechsel in ein Klinikum schmackhaft machen kann. Faktoren wie eine geregelte Urlaubszeit und finanzielle Vergünstigungen können hierbei die wesentliche Elemente sein, wobei einmal fest ansässige und frei behandelnde Ärzte kaum ihre Freiheit als Arzt aufgeben wollen dürften. Hier könnte es von Interesse sein, Hochschulabsolventen den Wechsel in ein Klinikum schmackhaft zu machen, wobei konkrete Maßnahmen noch nicht beschlossen sind und dementsprechend eine Lösung des Problems in weiter Ferne liegen dürfte.
Handlungsunfähigkeit im Wahlkampf stört Krankenversicherung wie Bürger
In der aktuellen, politischen Situation, die vor allem vom Wahlkampf in NRW geprägt worden war, hielt sich der Minister in den letzten Wochen jedoch entscheidend mit Äußerngen zurück, welche konkreten Maßnahmen letztlich helfen sollten, um mehr Ärzte in eine Klinik hineinzulotsen oder woher das Geld stammen soll, um Studierenden der Medizin den Gang in eine solche Einrichtung schmackhaft zu machen. Eine Tatsache, die nicht nur Vertreter der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung und Ärzten, sondern auch immer mehr Bürger kritisierten, die vor allem von dem Mangel in Kliniken betroffen sind und hier eine Abänderung in naher Zukunft erwünschen.
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