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Hamburg - Dienstag, 10.08.2010AOK und Verbraucherschützer starten Initiative zur Bewertung von Krankenhäusern
Möglichkeiten zur Nachschulung für defizitäre Krankenhäuser und Kliniken
Nicht alle Kliniken und Krankenhäuser können die gleichen Leistungen bei der Versorgung ihrer Patienten und dem zugehörigen Service bieten. Diese Tatsache ist zwar ganz natürlich und sorgt für ein gewisses Qualitätsgefälle in der Patientenversorgung, dennoch möchten gerade die gesetzlichen Krankenkassen diesen Zustand nicht mehr länger hinnehmen. Da nicht nur die Private Krankenversicherung, sondern gerade auch die Krankenkassen immer mehr Geld für den Aufenthalt ihrer Patienten in einem Krankenhaus ausgeben müssen, soll hierfür zumindest als Gegenleistung eine qualitativ hochwertige Versorgung geboten werden. Aus diesem Grund startet die AOK nun eine Umfrage im Internet, in der man Krankenhäuser nach unterschiedlichen Kriterien beurteilen kann und so möglicherweise eine Verbesserung erreicht.Verbraucherschützer und Patientenverbände begrüßen die Umfrage
Bei der ersten Umfrage dieser Art geht es in der Analyse der Krankenhäuser zunächst um die Behandlung in speziellen Bereichen. Explizit sind dies Behandlungen und Operationen an Gelenken wie der Hüfte, dem Knie oder in Fällen eines Oberschenkelhalsbruchs, die vom Patienten nach dem Aufenthalt im Krankenhaus bewertet werden sollen und so dem Krankenversicherer ein klares Bild davon geben soll, wie hochwertig die Behandlung ausgesehen hat. Natürlich sind nicht alleine Versicherte der AOK dazu aufgerufen, sich an der Befragung zu Beteiligen, sondern alle Patienten aus dem gesetzlichen oder privaten Bereich, die mit ihrer Analyse die Verbesserung aller Leistungen in einem Krankenhaus zusichern sollen. Die AOK lässt es zudem bewusst offen, über welchen Zeitraum die Umfragen laufen sollen, um so möglichst viele Stimmen einfangen und ein repräsentatives Bild bieten zu können.
Bundesweite Ausdehnung der Befragung in naher Zukunft geplant
Momentan nehmen nur einige Landesverbände der AOK an der Befragung teil, jedoch plant die gesetzliche Krankenkasse, die Umfrage auch bundesweit auszudehnen. Sollten hierbei einzelne Krankenhäuser und Kliniken in ihrem Leitungs- oder Servicespektrum klar nach unten abweichen, sollen ganz gezielte Nachschulungen für die entsprechenden Einrichtungen erfolgen. Dies würde nicht nur den Millionen von gesetzlich Versicherten zu Gute kommen, sondern auch allen Mitgliedern in der Privaten Krankenversicherung, die sich so bei ihrem Aufenthalt im entsprechenden Krankenhaus ebenfalls einer umfassenden Versorgung sicher sein können.
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