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Hamburg - Dienstag, 10.08.2010Hausarztmodell setzt sich zunehmend auch in der PKV durch
Einsparungen beim ausbleibenden Gang zum Facharzt möglich
Als im Jahr 2004 für die gesetzlichen Krankenkassen das sogenannte Hausarztmodell vorgeschlagen wurde, konnte sich wohl niemand ausrechnen, dass der Erfolg dieses Modells sogar für die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung interessant sein dürfte. Vor allem der Anreiz bei gesetzlich Versicherten, nicht bei jedem Arztbesuch aufs Neue die Praxisgebühr von 10 Euro entrichten zu müssen, ließ viele von ihnen im Laufe der Zeit einen Hausarzttarif abschließen. Durch diesen ist jeder Versicherte von der Praxisgebühr befreit, muss jedoch bei einer Erkrankung zunächst den eigenen Hausarzt konsultieren, der einen eventuell zu Fachärzten überweist. Dass in diesem Prozedere auch ein Potenzial für Einsparungen in der Privaten Krankenversicherung lag, haben immer mehr Versicherer nun für sich entdeckt und lassen in ihre Tarife ebenfalls entsprechende Komponenten des Modells einfließen.Teure Rückerstattungen bei Fachärzten entlasten die Private Krankenversicherung
Der besondere Vorteil für die privaten Versicherer ist vor allem, dass ein Patient nicht gleich einen oder mehrere Fachärzte konsultiert. Gerade wenn dies fachlich gar nicht nötig wäre und ein gewöhnlicher Hausarzt bereits beim vorliegenden Krankheitsbild helfen könnte, entstünden den privaten Versicherern teure Kosten bei der Erstattung der Behandlungskosten, die bei einem Hausarzt im Regelfall geringer ausfallen dürften. Kein Wunder also, dass private Versicherer in ihren Tarifen immer häufiger dazu motivieren wollen, sich ebenso für ein Hausarztmodell als privat Versicherter zu entscheiden. Sollte sich beim Gang zu diesen die Notwendigkeit eines Facharztbesuches herausstellen, würde dieser natürlich sofort im Anschluss stattfinden können und in seinen Kosten komplett von der Privaten Krankenversicherung finanziert werden.
Anreiz zum Wechsel für freiwillig Versicherte gegeben
Da vor allem freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse gewöhnlicherweise von der Praxisgebühr befreit sind und durch die Wahl eines Hausarztmodells bei jedem Arztbesuch sparen können, dürfte gerade für sie der Wechsel zu einem Unternehmen der PKV interessant werden. Hier erhalten sie den bekannten Tarifmodus, ohne dass sie sich hierfür umstellen müssten, jedoch zu meist günstigeren Konditionen und mit einem Leistungsspektrum, welches sie so von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr gewohnt sein dürften.
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