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Hamburg - Dienstag, 10.08.2010

Leienbach fordert Preisstopp bei Medikamenten auch für private Versicherer ein

Beschränkung der Kostenexplosion nicht zu Lasten der Versicherten

Das aktuell vom Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) angekündigte Sparpaket, welches sich vor allem auf den Bereich Medikamente auswirken soll und nur für die gesetzlichen Krankenkassen bindend ist, stößt auch bei der Privaten Krankenversicherung auf großes Interesse. So äußerst sich zumindest der Vorsitzende des PKV-Spitzenverbandes, Volker Leienbach und befürwortet dabei, dass der Preisstopp bei den Kosten für pharmazeutische Produkte auch für die neun Millionen Versicherten gelten sollte, die in Deutschland ihren umfassenden Gesundheitsschutz bei einem privaten Versicherer genießen.

Kostenbeschränkung sorgt für stabile Beiträge in der Privaten Krankenversicherung

In den Fokus seiner Argumentation setzte Leienbach dabei vor allem die Stabilität der Beiträge, die er allen Vollversicherten in der Privaten Krankenversicherung auch für die kommenden Jahre garantieren möchte. Mittlerweile sind es nicht mehr die Kosten für einzelne Behandlungsmaßnahmen, sondern vor allem für teure Arzneimittel, die überproportional stark in der PKV wie auch bei den gesetzlichen Krankenkassen ansteigen und somit für eine wahre Kostenexplosion sorgen. Diese in den Griff zu bekommen und so auch die Beiträge in der PKV zu stabilisieren könnte durch Leienbach auch bei den privaten Versicherern hervorragend durch einen Preisstopp gelingen, wobei das aktuelle Preismoratorium auf den Wert festgelegt wurde, der dem Preisniveau des Monats August im Jahr 2009 entspricht.

Versicherte in der PKV haben keine Einbußen zu fürchten

Wer jetzt als Versicherter bei einer Privaten Krankenversicherung fürchtet, dass er nicht mehr den gewohnten Leistungsumfang in seinem Volltarif bei der Medikamentenversorgung geltend machen kann, sollte sich beruhigen können. Die aktuelle gesetzliche Regelung soll lediglich dafür sorgen, dass nicht kostspielige, neue Medikamente hemmungslos von Ärzten verschrieben und letztlich abgerechnet werden, wobei es gleichwertige Generika deutlich günstiger bereits auf dem Markt gibt. Auf diese zurückzugreifen bei einem bestimmten Leiden bedeutet für die Versicherten also weiterhin den gewohnten und umfassenden Schutz, ohne dass es dadurch zu unnötig hohen Kosten beim Versicherer käme. Eine Regelung, von der in den Augen Leienbachs alle Seiten profitieren könnten, vor allem der Versicherte durch einen stabilen Beitragssatz, mit dem weiterhin der volle Leistungsumfang in der Privaten Krankenversicherung verbunden wäre.