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Hamburg - Montag, 09.08.2010Langzeitstudie soll Gefahrlosigkeit der Verwendung von Handys endgültig belegen
20 bis 30 Jahre Testdauer für aussagekräftige Ergebnisse
Bereits seit Mitte der Neunziger Jahre haben sich verschiedene Studien mit dem Gesundheitsrisiko auseinandergesetzt, welches möglicherweise von Handys ausgestrahlt wird und so potenziell für verschiedene Krebserkrankungen verantwortlich gemacht werden könnte. Alle Studien zu diesem Thema konnten bislang keine erkennbare Gefahr durch die Strahlung der Mobiltelefone belegen, jedoch waren die Studien stets nur über einen kurzen Zeitraum angelegt. Ein britisches Institut rund um die Expertengruppe von Cosmos bringt nun zumindest mit der gesetzlichen, britischen Krankenversicherung eine neue Studie ins Rollen, die von der neuen Generation an Handys ausgehend ein für allemal Klarheit bringen soll – eine Langzeitstudie, für die wenigstens 20 Jahre Testphase angesetzt worden sind.Repräsentativ durch hunderttausende Teilnehmer
Das wichtigste an der aktuellen Studie zur Strahlungsgefahr von Handys ist ihre Repräsentativität, die deshalb mehr als 250.000 Menschen einschließt. Auch die Altersspanne ist bewusst breit gewählt, so dass zum Start der Untersuchung mit Probanden von 18 bis 69 Jahren gearbeitet wird. Diese verhalten sich in üblicher Weise mit ihrem Handy und legen so automatisch ein unterschiedliches Benutzerverhalten an den Tag. Im Laufe der Zeit stellen sich die Teilnehmer regelmäßigen Untersuchungen, wo sowohl ihre körperliches Allgemeinbefinden wie auch spezielle Risiken, z.B. die Bildung von Tumoren im Gehirnbereich, untersucht werden. Abschließend werden die entsprechenden Werte gegeneinander abgeglichen – ein Vergleich mit den durchschnittlichen Werten von Altersgenossen ist hingegen sinnlos, da davon ausgegangen werden kann, das sämtliche Personen der entsprechenden Altersgruppe ebenfalls ein Mobiltelefon benutzen und somit in gleicher Weise einer potenziellen Gefahr ausgesetzt wäre.
Auswirkungen für die Private Krankenversicherung
Die Studie, die in einigen Jahren somit erst erste Ergebnisse präsentieren kann, ist sowohl für die Mobilfunkkonzerne wie auch die gesetzliche und private Krankenversicherung interessant. Schließlich ist es auch rechtlich eine hochinteressante Frage, ob eine private Krankenversicherung für eventuelle Erkrankungen in vollem Umfang aufkommen muss, sofern ein nicht einkalkulierbares Risiko bei der Nutzung eines Handys vorlag. Im Sinne der menschlichen Gesundheit im Allgemeinen bleibt jedoch auch zu hoffen, dass sich die Ergebnisse kurzzeitiger Studien bestätigen und die Mobiltelefone keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigung aufweisen.
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