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Hamburg - Montag, 09.08.2010Quote an Generika in der Privaten Krankenversicherung vergleichsweise gering
Gut die Hälfte der Medikamente in der Privaten Krankenversicherung sind Generika
Wer bislang bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert war, dürfte sich schon seit wenigen Jahren mit dem Konzept der Generika vertraut gemacht haben. Ärzte sind bei gesetzlich versicherten Patienten angehalten, bei Medikamenten mit dem gleichen Wirkstoff stets das zu verschreiben, welches nach aktueller Marktlage das günstigste seiner Art ist. Mittlerweile handelt es sich bei neun von zehn Medikamenten, die im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung verschrieben werden, um eben jede Generika – eine Quote, die bei der Erstattung von Kosten in der PKV längst noch nicht erreicht wurde. Dies geht zumindest aus einer aktuellen Studie des WIP hervor, welches sich um die Wirtschaftlichkeit der Privaten Krankenversicherung kümmert und regelmäßige Analysen der Kostenentwicklung vornimmt.Teure Ausgaben bei gleicher Wirkung
Gerade einmal 54 Prozent der heute von Ärzten verschriebenen Medikamente für einen privat Versicherten erfüllen die Voraussetzungen, die an Generika gestellt werden. Ein Kniefall, der oftmals von den Ärzten gegenüber den Pharmakonzernen geleistet wird, mit denen sie in einer engen Kooperation stehen und deren Präparate sie bevorzugt verschreiben. Was auf den ersten Blick nicht nachteilig wirkt, erhöht jedoch die Ausgaben in der Privaten Krankenversicherung im Laufe der Jahre merklich. Über 2 Milliarden Euro gibt die PKV aktuell für die Leistungserstattung für Medikamente aus – eine Summe, die erheblich durch den häufigeren Einsatz von Generika anstelle der Originalpräparate gesenkt werden könnte. Ein Beitrag der Ersparnis, der nicht nur den Unternehmen der PKV entgegenkäme, sondern auch dauerhaft das Beitragsniveau in der Privaten Krankenversicherung für alle Versicherten auf einem gleiche Niveau halten könnte.
Einsparungen in der Privaten Krankenversicherung diesbezüglich geplant
Auch wenn eine klare Tendenz in der PKV erkennbar ist, häufiger Generika zu verschreiben, empfiehlt das WIP weitere Schritte, um den häufigeren Einsatz dieser wirkstoffgleichen Medikemante zu beschleunigen. Dem einzelnen Patienten entsteht hierdurch keinerlei Nachteil, da er weiterhin ein wirksames Medikament für seine Leiden erhält – lediglich muss hierfür ein geringere Betrag gezahlt werden, den die eigene private Krankenversicherung auch gegen eine geringere Summe erstatten muss – praktisch für die Beitragssicherheit, die somit auch noch in Jahren das Beitragsniveau in der PKV stabil halten könnte.
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