Jetzt kostenlos vergleichen!



Nachrichten

Hamburg - Montag, 09.08.2010

Mögliche Erhöhung der Beiträge zur GKV noch dieses Jahr möglich

Kopfpauschale für alle Versicherten hingegen vom Tisch

Bislang ist es erst zu einem einzigen Treffen der Expertenkommission zum Thema Gesundheit unter der Leitung von Gesundheitsminister Philipp Rösler gekommen. Dennoch lassen sich nach dem ersten Treffen dieser Art erste Tendenzen erkennen, in welche Richtung die Gespräche zwischen Experten aus Politik und Versicherungswesen tendieren und welche Folgen somit auf die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung zukommen dürften. Klar dürfte bereits nach dem ersten Gespräch sein: Eine Kopfpauschale, die vor allem von der Opposition im Vorfeld als ungerecht erheblich krisitiert wurde, dürfte nicht in einer Form realisiert werden, wie sie am stärksten befürchtet wurde. Ein Pauschalbetrag, der unabhängig vom Einkommen Monat für Monat in die gesetzliche Krankenversicherung fließen, dürfte also unter keinen Umständen Teil der neuen Gesundheitsreform werden.

Stabilität der Beiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht sicher

Durch die Tatsache, sich von einem Pauschalsystem allmählich zu verabschieden, schließen die Teilnehmer der Expertenrunde jedoch nicht mehr aus, das selbst noch in diesem Jahr eine Erhöhung des Beitrages für alle gesetzlich Versicherten stattfinden dürfte. Dies würde konkret bedeutet, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung einheitlich für alle Kassen um einige Zehntel Prozentpunkte angehoben werden dürfte und somit mehr als 50 Millionen Deutsche zum Jahresende hin monatlich mehr Geld in ihre gesundheitliche Absicherung stecken würden. Das hiermit auch am Ende des Monats den meisten Bürgern weniger Geld im Portmonee bliebe, ist den Politiker der schwarz-gelben Koalition zwar bewusst, dürfte aber angesichts der großen Finanzierungslöcher der gesetzlichen Krankenkassen kaum mehr zu vermeiden sein.

Wechsel in die Private Krankenversicherung als lohnenswerte Alternative


Politiker der Opposition vermuten hinter der Ankündigung eine Art Frustaktion des Gesundheitsministers, dessen Vorschläge zur Reformierung des Gesundheitssystems eng mit der Einführung der Kopfpauschale verbunden war. Für den Versicherten selbst heißt es, in jedem Fall die Möglichkeiten zu überprüfen, ob man leistungsstärker gegen einen geringeren, monatlichen Beitrag seinen Versicherungsschutz abschließen könnte. Je nach Rahmenbedingungen können die Tarife der Privaten Krankenversicherung hier einen wesentlichen Beitrag zu leisten, sich vor den offensichtlich immer weitere steigenden Kosten der gesetzlichen Krankenkassen zu schützen und sich dennoch einer umfassenden Absicherung der eigenen Gesundheit sicher sein zu können.