Nachrichten
Hamburg - Sonntag, 08.08.2010Insolvenzen von Unternehmen der GKV in naher Zukunft wahrscheinlich
Risiken von Fusion und Insolvenz von Politik durchaus gewollt
Wer bislang immer noch in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein will oder muss, dürfte die Meldungen der letzten Monate aus der Sparte der gesetzlichen Krankenkassen eher mit sorgen betrachten haben. Nachdem bereits acht Versicherer im Januar ankündigten, fortan Zusatzbeiträge für all ihre Versicherten zu erheben, dürften bereits in den nächsten Monaten andere Anbieter in dieser Hinsicht nachziehen und neben dem monatlichen Beitrag noch den zusätzlichen Maximalbeitrag einfordern. Zu offensichtlich sind die Löcher, die sich mittlerweile in den Kassen der meisten gesetzlichen Versicherer gebildet haben und somit diesen Schritt nötig machen. Welche Konsequenzen die politischen Entscheidungen rund um die GKV haben, dürfte gerade in den nächsten Jahren noch deutlicher zu Tage treten.Fusionen als einzige Rettung der gesetzlichen Krankenversicherung
Mehr als hundert verschiedene Unternehmen der gesetzlichen Krankenversicherung sind auf dem deutschen Markt aktiv und versorgen dabei mehr als 50 Millionen Bundesbürger mit nahezu identischen Leistungen zu einem Beitragssatz, der durch den Gesetzgeber ebenfalls als einheitlich seit dem Jahr 2009 vorgeschrieben wurde. Die Folgerung diesen geringeren Wettbewerbs, der durch die Rahmenbedingungen ausgelöst wird, dürfte auf der Hand liegen. Viele Unternehmen, die bereits vor wenigen Jahren eher Mühe in der Finanzierung aller Versicherungsleistungen hatten, werden in naher Zukunft in der Fusion mit anderen, finanziell potenteren Versicherern ihr Heil suchen müssen, ansonsten dürfte schon zeitnah die Insolvenz vieler gesetzlicher Krankenkassen drohen, die möglichweise von der Politik sogar gewollt wird, um den Markt von ungesunden Unternehmen der Branche zu befreien
Wechsel in die Private Krankenversicherung für Versicherte oftmals die Lösung
Wer bislang noch Teil der gesetzlichen Krankenversicherung ist und beispielsweise als freiwillig Versicherter die Möglichkeit hat, zu einem privaten Anbieter zu wechseln, sollte sich in der aktuellen Situation rechtzeitig um einen möglichen Wechsel kümmern. Wer pflichtversichert bei seinem Anbieter in der GKV bleiben muss und dennoch mit sorgen die sinkenden Leistungen seines Tarifes eher mit Missfallen wahrnimmt, kann zum einen den Wechsel zu einem anderen gesetzlichen Anbieter anstreben, sollte aber zusätzlich für den Erhalt möglichst umfassender Leistungen den Abschluss von einem oder mehreren Zusatztarifen der PKV überdenken.
Nachrichten Archiv
- 08.08.2010Insolvenzen von Unternehmen der GKV in naher Zukunft wahrscheinlich
- 08.08.2010Wahltarife der AOK als großes Ärgernis für viele Unternehmen der Privaten Krankenversicherung
- 08.08.2010Änderungen in der Regelung um Altersrückstellungen für ältere PKV Mitglieder nachteilhaft
- 08.08.2010Wechsel von Versicherten nach Ansicht der GKV im üblichen Rahmen
- 08.08.2010Neuer Zahntarif ZG plus der Barmer Krankenversicherung vorgestellt
- 08.08.2010Reform der Arzneimittelpreise kommt möglicherweise schon im August
- 08.08.2010GKV finanziert Präventionskurse im Rahmen eines Urlaubs nicht mehr
- 07.08.2010250.000 Versicherte nach Erhebung von Zusatzbeiträgen gewechselt
- 07.08.2010Opposition geht kritisch mit Gesetzesentwurf zur Pharmaneuregelung um
- 07.08.2010Diskussion über Zusatznutzen eines Medikamentes verstärkt sich
- 07.08.2010Rösler geht mit Gesetzesentwurf gegen Pharmaindustrie vor
- 07.08.2010Gesetzliche Gesundheitsvorsorge erstmalig in den USA eingeführt
- 07.08.2010Ärzte sehen Private Krankenversicherung im Alter kritisch
- 07.08.2010Kapitaldecke der PKV bleibt von Wirtschaftskrise verschont
- 07.08.2010Private Krankenversicherung erleichert über Distanzierung von der Kopfpauschale





