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Hamburg - Sonntag, 08.08.2010Änderungen in der Regelung um Altersrückstellungen für ältere PKV Mitglieder nachteilhaft
Viele Private Krankenversicherungen klagen über fehlende Planungssicherheit
Seit diesem Jahr ist es für Versicherte einer Privaten Krankenversicherung möglich, ihre erworbenen Anwartschaften bei einer Krankenversicherung zu einem anderen privaten Anbieter mitzunehmen. Dass dies jedoch auch ein gewisses Risiko in der Kalkulation für die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung bedeutet, bekommen nun einige der Versicherer im erheblichen Maße zu spüren. Und gerade für ältere Versicherte, die noch nicht von dieser Regelung profitieren konnte, kann sich der dauerhafte Aufenthalt bei einer Privaten Krankenversicherung somit als risikoreicher im Vergleich zur vergangenen Situation herausstellen.Jüngere Versicherte in der Privaten Krankenversicherung klar bevorteilt
Wer in der aktuellen Situation als junger und gesunder Versicherten Mitglied bei einem Unternehmen der PKV wird, muss sich nicht nur wegen der relativ geringen Einstiegsbeiträge keine Sorgen darum machen, durch die PKV nicht in angemessener Weise abgesichert zu sein. Für ältere Versicherte, die beispielsweise schon Jahrzehnte bei einem Versicherer abgesichert sind und aufgrund ihres Alters auch mit höheren Beiträge zu rechnen haben, könnten eventuell auch in naher Zukunft durch diese gesetzlichen Veränderungen eher benachteiligt werden. Vor allem im Bereich der Altersrückstellungen haben viele Versicherer mittlerweile Probleme, sich auf die neue Situation einzustellen und eine saubere Kalkulation für die anstehende Jahre in die aktuellen Tarife und Beiträge einfließen zu lassen. Und da gerade ältere Versicherte von den Altersrückstellungen bei ihren Leistungen zehren, die sie sich in den ersten Versicherungsjahren mühsam ansparen konnten, werden vor allem sie durch dieses Risiko der privaten Versicherer am stärksten getroffen. Mögliche Erhöhungen der bei ihnen schon ohnehin recht hohen Beiträge könnten die Folge sein.
Regelmäßiger Vergleich der Privaten Krankenversicherung als Hilfsmittel
Wer mittlerweile ein höheres Lebensalter erreicht hat und mit dem Verhältnis zwischen Beitrag und Leistungen bei seinem Krankenversicherer nicht mehr zufrieden ist, sollte sich nicht scheuen, einen umfangreichen Vergleich aller Tarife des Marktes zu unternehmen. Auch für Versicherte in höherem Lebensalter kann sich dieser Vergleich durchaus als lohnenswert herausstellen, vor allem dann, wenn der alte Versicherer in übermäßigem Maße Beitragserhöhungen für seine Versicherten vorgibt. Auch wenn die Altersrückstellungen natürlich gegen eine Wechsel des Versicherers sprechen, kann ein Vergleich dennoch aufzeigen, dass unter dem Strich ein besseres Verhältnis zwischen den monatlichen Beiträgen und den hierfür erhaltenen Leistungen herauskommen kann.
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