Nachrichten
Hamburg - Sonntag, 08.08.2010Wechsel von Versicherten nach Ansicht der GKV im üblichen Rahmen
Keine zwingende Verbindung mit Erhebung von Zusatzbeiträgen erkennbar
Nachdem bereits erste Einschätzungen vor wenigen Tagen andeuteten, dass bis zu 250.000 Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse vor allem durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen motiviert ihren Anbieter wechselten oder dies noch in der aktuellen Situation planen, scheint die reale Situation diese Schätzungen noch einzuholen. Mittlerweile muss von bis zu 400.000 Versicherten ausgegangen werden, die sich gegen ihren alten Versicherer der GKV entschieden haben und stattdessen bei einer anderen Versicherung bessere Konditionen vorfinden möchten. Da der Leistungskatalog bei den meisten Krankenkassen mittlerweile recht angenähert ist und sich durch einen einheitlichen Beitragssatz die Konkurrenzunternehmen nicht mehr durch verschiedene Tarife voneinander abgrenzen können, dürfte vor allem der Faktor Zusatzbeiträge zu dieser Entwicklung beigetragen haben.Vorsitzende der gesetzlichen Krankenversicherung in die Offensive
Wie der Verband der gesetzlichen Krankenversicherung nun mitteilte, sieht er selbst in diesen Zahlen keine beunruhigende Entwicklung. Vielmehr seit der Wechsel von mehreren zehntausend Versicherten innerhalb einiger Monate durchaus eine übliche Zahl, auch wenn diese in der aktuellen Situation etwas höher als üblich ausfallen würde. Den Zusammenhang mit der Erhebung von Zusatzgebühren durch insgesamt acht Krankenkassen, der seit Beginn diesen Kalenderjahres durch einige Versicherer vollzogen wurde und bei diesen explizit für eine Reihe von Kündigungen gesorgt hatten, wollte der Vorsitzende der gesetzlichen Krankenversicherung nicht als Hauptgrund für einen möglichen Anstieg der Wechselwilligen gelten lassen.
Zusatzbeiträge durch weitere Versicherer absehbar
Unterdessen gaben Vertreter der GKV vor, dass in naher Zukunft auch mit der Erhebung von Zusatzbeiträgen durch weitere Versicherer zu rechnen sein dürfte. Da dies politisch auch so gewollt sei, um für eine größere Absicherung der Finanzen der Krankenkassen zu sorgen und eventuell auch für eine Ausdünnung der ohnehin dicht besiedelten Krankenkassenlandschaft, wurde hierbei mit Bedauern festegestellt. Inwiefern hierdurch letztlich ein größerer Wettbewerb unter den verschiedenen Krankenkassen eintreten würde und ob es auch absehbar sei, dass in Zukunft die Private Krankenversicherung gestärkt aus dem Wechselwillen vieler gesetzlich Versicherter herausgehen würde, wollten die Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherung nicht kommentieren.
Nachrichten Archiv
- 08.08.2010Wechsel von Versicherten nach Ansicht der GKV im üblichen Rahmen
- 08.08.2010Neuer Zahntarif ZG plus der Barmer Krankenversicherung vorgestellt
- 08.08.2010Reform der Arzneimittelpreise kommt möglicherweise schon im August
- 08.08.2010GKV finanziert Präventionskurse im Rahmen eines Urlaubs nicht mehr
- 07.08.2010250.000 Versicherte nach Erhebung von Zusatzbeiträgen gewechselt
- 07.08.2010Opposition geht kritisch mit Gesetzesentwurf zur Pharmaneuregelung um
- 07.08.2010Diskussion über Zusatznutzen eines Medikamentes verstärkt sich
- 07.08.2010Rösler geht mit Gesetzesentwurf gegen Pharmaindustrie vor
- 07.08.2010Gesetzliche Gesundheitsvorsorge erstmalig in den USA eingeführt
- 07.08.2010Ärzte sehen Private Krankenversicherung im Alter kritisch
- 07.08.2010Kapitaldecke der PKV bleibt von Wirtschaftskrise verschont
- 07.08.2010Private Krankenversicherung erleichert über Distanzierung von der Kopfpauschale
- 07.08.2010Senkung des Beitrages in der gesetzlichen Krankenversicherung möglich
- 07.08.2010Beratung über die neue Gesundheitsreform beginnt mit dem heutigen Tag
- 06.08.2010Betrug in der Privaten Krankenversicherung kann zum Ausschluss führen





