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Hamburg - Sonntag, 08.08.2010GKV finanziert Präventionskurse im Rahmen eines Urlaubs nicht mehr
Bundesrat kippt bislang gültige Regelung
Wer bislang schon weitere Beschränkungen der Leistungen fürchtete, die er von seiner gesetzlichen Krankenkasse erwartete, wird sich mit dem heutigen Tage noch einmal zusätzlich auf ein geringeres Leistungsspektrum in der GKV einlassen müssen. Dieses Mal sind es jedoch nicht die Versicherer oder Krankenkassen selbst, die sich für eine solche Kürzung ausgesprochen hatten, sondern der Bundesrat mit seiner aktuell schwarz-gelben Mehrheit. Auf der Streichliste stand dieses Mal die sogenannte Prävention im Rahmen von Heilreisen, also beispielsweise gesundheitliche Maßnahmen, die man im Rahmen einer Urlaubsreise in Anspruch genommen hatte. Ging beispielsweise die Reise in einen Kurort, an dem man von den medizinischen Maßnahmen des jeweiligen Ortes mit einer nachgewiesenen Krankheit profitierte, war es bislang möglich, dieses mit der eigenen Krankenkasse abzurechnen und somit einer Präventionsmaßnahme zu vertrauen, die sich möglichweise eher beiläufig im Rahmen einer Urlaubsreise ergab. Ein derartiges Handeln außerhalb einer expliziten Kur soll fortan für Versicherte in der GKV nicht mehr möglich sein.Weitere Kürzungen in der gesetzlichen Absicherung nicht ausgeschlossen
Ob es sich bei dieser Kürzungsmaßnahme um die einzige handelt, die aktuell auf gesetzlich Versicherte zukommen wird, darf bezweifelt werden. Auch wenn noch keine Details über die anstehende Gesundheitsreform bekannt sind, dürfte sich der Leistungskatalog bei den gesetzlichen Krankenkassen in den nächsten Monaten und Jahren zunehmend verschlechtern. Diese Verschlechterung dürfte jedoch nicht immer nur von der Politik aus motiviert sein, sondern kann auch durch die immer enger bemessenen Spielräume in den Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung motiviert liegen.
Wechsel in die Private Krankenversicherung als sinnvolle Alternative
Wer sich gesundheitstechnisch nicht auf Experimente einlassen möchte, sondern sich auch in Zukunft mit seiner Gesundheit sicher fühlen möchte, sollte die Private Krankenversicherung mit ihren Tarifen einmal genauer unter die Lupe nehmen. Hierbei spielt für immer mehr Wechselwillige nicht alleine mehr der Monatsbeitrag eine Rolle, der möglicherweise bei einem Unternehmen der PKV günstiger als bislang ausfällt. Oftmals sind es gerade auch der Leistungsumfang, der verstärkt zum Wechsel in die Private Krankenversicherung motiviert und deshalb gerade auch in den anstehenden Monaten und Jahren eine bedenkenswerte Alternative für viele tausend Privatpersonen sein dürfte, die momentan noch in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.
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