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Hamburg - Samstag, 07.08.2010Kapitaldecke der PKV bleibt von Wirtschaftskrise verschont
Kein Steuerzuschuss zur Finanzierung des privaten Gesundheitssystems nötig
Mit relativ positiven Zahlen hat Reinhold Schulte, Vorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, Bilanz für das Jahr 2009 gezogen. In diesem Jahr hat der gesamte Sektor der PKV keine Schulden gemacht und ist somit auch nicht auf einen steuerlichen Zuschuss angewiesen, wie er bei vielen gesetzlichen Krankenkassen in der letzten Zeit obligatorisch geworden ist. Bezogen auf die Altersrückstellungen, die die PKV für ihre Versicherten ansammelt, konnte sogar ein weiterer Gewinn von insgesamt zehn Milliarden Euro erreicht werden.Kapitaldecke der Privaten Krankenversicherung im dreistelligen Milliardenbereich
Mit dem aktuellen im Jahr 2009 erzielten Gewinn konnte die Gesamtheit aller Unternehmen der PKV ihre Kapitaldecke auf gut 140 Milliarden Euro steigern. Ein Grund hierfür dürften auch die knapp 100.000 Neuversicherten bei den Unternehmen der PKV sein, die im Laufe des letzten Kalenderjahres die Vorteile einer privaten Gesundheitsvorsorge für sich entdeckten und deshalb zu einem Unternehmen der Privaten Krankenversicherung wechselten. Insgesamt sind nun knapp neun Millionen Bundesbürger im Rahmen von Vollversicherungen durch die PKV abgesichert – hinzu kommen noch einmal 28 Millionen Bürger, die sich ihren gesetzlichen Gesundheitsschutz durch eine private Zusatzversicherung ergänzen und so den immer geringer werdenden Leistungen der Krankenkassen entgegenwirken.
Zukünftig die steigenden Kosten in der Privaten Krankenversicherung bekämpfen
Wie Schulte klar machte, sollten die auf den ersten Blick positiven Zahlen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in den letzten Jahren zunehmend zu einer wahren Kostenexplosion auch im Sektor Private Krankenversicherung gekommen ist, die sich in absehbarer Zukunft auch auf die Rücklagen der PKV auswirken könnte. Aus diesem Grund regt Schulte die Gespräche vor allem mit den Ärzteverbänden in Deutschland an, um den Kostenapparat gerade in diesem Sektor in den Griff zu bekommen. Wie die Zahlen insgesamt belegen, können sich die Versicherten in der PKV dennoch sicher sein, auf deutlich solider finanzierten Füßen zu stehen als bei vielen Unternehmen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ein Wechsel in die PKV nach einen ausgiebigen Vergleich der verschiedenen Angebote dürfte somit auch in diesem Jahr wieder Tausende von unzufriedenen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen von einem möglichen Wechsel zu einem privaten Versicherer überzeugen und dauerhaft Ersparnisse mit sich bringen.
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