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Hamburg - Samstag, 07.08.2010Private Krankenversicherung erleichert über Distanzierung von der Kopfpauschale
Vorteile der Privaten Krankenversicherung sollen dauerhaft erhalten bleiben
Mit zaghafter Erleichterung haben einige Vertreter der Privaten Krankenversicherung auf die in dieser Woche gestartete Expertenrunde zum Entwurf einer neuen Gesundheitsreform reagiert. Vor allem die aktuellen Äußerungen von Gesundheitsminister Philipp Rösler, nicht mehr auf eine reine Kopfpauschale als favorisierte Lösung zur Finanzierung zu setzen, dürfte im Interessen der privaten Krankenversicherer sein. Schließlich bleiben auf diese Weise nicht nur die klar erkennbaren Vorteile im Leistungssektor der Privaten Krankenversicherung erhalten, sondern auch die finanziellen Vorteile des monatlichen Beitrages, die gerade jüngere Versicherte auch in Zukunft bei den Unternehmen der privaten Krankenversicherung vorfinden werden.Beiträge und Leistungen in gleicher Weise für Versicherte wichtig
Die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung schauten in den letzten Monaten eher mit Sorgen auf die Entwicklungen, die durch Röslers Ideen angedeutet wurden. Die Idee einer Kopfpauschale, die sich nicht mehr am monatlichen Einkommen eines Versicherten orientieren würde, sondern für jeden Bundesbürger unabhängig vom Einkommen gelten würde, hätte in den Augen vieler Versicherer eine Gefährdung der wesentlichen Leistungen der PKV bedeutet. Gerade der finanzielle Vorteil, den dieser Tage viele Versicherte in der Privaten Krankenversicherung genießen, würde im Falle einer Kopfpauschale wegfallen, was den Kundenzufluss in die PKV entschleunigt hätte. Die auf diese Weise entgehenden Kosten würden sich jedoch zukünftig auch auf die Finanzierung ganzer Versicherer auswirken, so dass den bereits vorhandenen Bestandskunden nicht dauerhaft die Leistungen eines Krankenversicherers zum gleichen Preis angeboten werden könnten. Anstiege der Beiträge in einem nicht einschätzbaren Maße wären die Folgen gewesen.
Vorteile der Privaten Krankenversicherung bleiben bestehen
Selbst wenn eine aktuelle, kleinere Pauschale von 29 Euro zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung in der Diskussion ist, schätzen führende Vertreter der PKV einen Betrag in dieser Höhe nicht als gefährdend für das System der Privaten Krankenversicherung ein. Erst ab einem pauschalen Betrag von 200 Euro, der viele Versicherte zum Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung bewegen könnte, wären finanzielle Risiken für einzelne Versicherer absehbar, die sich entweder in einer Reduzierung der Leistungen eines Tarifvertrages oder in der Erhöhung des monatlichen Beitrages auswirken könnten.
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