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Hamburg - Freitag, 06.08.2010

Gehälter im Vorstandsbereich treiben Beiträge in der GKV nach oben

Nur wenige gesetzliche Krankenversicherer mit positiver Jahresbilanz

In dem abgeschlossenen Geschäftsjahr und somit im ersten Jahr nach der weltweiten Wirtschaftskrise haben mehr Unternehmen der gesetzlichen Krankenversicherung Verlust gemacht als dass sie ihre Gewinne steigern konnten. Dies belegen die Zahlen, die mittlerweile alle größeren Krankenversicherer aus dem gesetzlichen Versicherungsbereich vorgelegt haben und du den unterschiedlichen Umgang der Unternehmen mit den finanziellen Risiken der Krise verdeutlichen. Konnten Unternehmen wie die AOK oder die BKK Gewinne im teilweise sogar höheren, dreistelligen Millionenbereich verzeichnen, verzeichneten die meisten anderen größeren Krankenkassen und vor allem die Ersatzkassen ein Minus in Millionenhöhe.

Diskussion über Einsparungen im Vorstandsbereich wächst

Die Taktik, durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen die eigenen Finanzen etwas zu stärken und somit auch in den folgenden Jahren einen umfassenden Versicherungsschutz anbieten zu können, ist von einigen gesetzlichen Krankenversicherern aufgegriffen worden und hat seitdem auch zum Wechselwillen vieler Versicherte geführt. Ein neuer Bereich für Einsparungen gerät jedoch zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit und der Medien, explizit die Finanzierung der Gehälter im Vorstandsbereich der einzelnen gesetzlichen Krankenversicherer. Veröffentlichungen von Gehältern im Vorstandsbereich der meisten gesetzlichen Krankenkassen verdeutlichen, dass sich verschiedene Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder trotz Krisenzeiten und steigender Defizite in der eigenen Unternehmensstruktur höhere Gehälter haben zusichern lassen. Teilweise im fünfstelligen Eurobereich bewegen sich dabei alleine die Gehaltserhöhungen, die verschiedene Unternehmen der gesetzlichen Krankenversicherung ihrem führenden Personal zugestehen. In Anbetracht der schwierigen Finanzierung und der permanenten Diskussion um Leistungskürzungen ein wahrer Hohn.

Wechsel in die Private Krankenversicherung als Alternative

Wer als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse unzufrieden mit den hier gebotenen Leistungen ist und sich beispielsweise auch scheut, Zusatzbeiträge zu leisten, nur um die Gehälter der Führungsebenen finanzieren zu können, dürfte schon häufiger mit dem Gedanken gespielt haben, für die eigene Gesundheit zu einem Unternehmen der Privaten Krankenversicherung zu wechseln. Sollten die Kriterien für einen Wechsel in die PKV erfüllt sein, dürfte ein ausführlicher Vergleich sehr schnell die Chancen aufzeigen, die gleiche Leistung für deutlich geringeres Geld zu erhalten.