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Hamburg - Donnerstag, 05.08.2010Versicherer der PKV suchen direkten Kontakt zu Ärzten
Orientierung am Modell der gesetzlichen Krankenkassen gewünscht
Für viele Versicherte der Privaten Krankenversicherung ist die direkte Abrechnung mit einem Arzt oftmals schon zur Gewohnheit geworden, auf den sie ebenso wie auf die umfassenden Leistungen bei der Behandlung durch Allgemein- und Fachärzte nicht verzichten wollen. Ähnlich wie die Versicherer der gesetzlichen Krankenversicherung sehen jedoch zunehmend auch Unternehmen der PKV große Schwierigkeiten darin, den gleichen Leistungsumfang bei immer steigenden Kosten zu finanzieren. Ein großer Streitpunkt für die Private Krankenversicherung sind hierbei vor allem die Ärztehonorare, die in den Augen vieler Versicherer zu hoch ansetzen und oftmals nicht das Abrechnung, was letztlich dem Patienten auch qualitativ geboten wird. Dies soll sich jedoch in näherer Zukunft ändern.PKV fordert Mandat der Politik für neue rechtliche Grundlage
Viele Versicherer der Privaten Krankenversicherung wünschen sich in dieser Hinsicht recht zeitnah ein neues politisches Rahmenwerk, welches das direkte Verhandeln der Versicherer mit Ärzten sowie auch den Unternehmen der Pharmaindustrie möglich macht. Dies hätte zur Auswirkung, dass jeder Versicherer ganz klar aushandeln kann, für welche Art von Behandlungen und Medikamenten er welche Kosten übernimmt. Was auf den ersten Blick umständlich aussieht, kann sich jedoch letztlich in zwei Weisen positiv für den Patienten auszahlen. Zum einen wird dadurch gesichert, dass Ärzte und Pharmaunternehmen angehalten sind, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten, da sonst die Finanzierung der entsprechenden Produkte oder Dienstleistungen ausbleiben könnte. Zudem kann durch einen rechtzeitigen Eingriff der PKV ein weiterer Kostenanstieg verhindert werden, was die Beiträge nicht nur in der privaten Krankenversicherung auch in den kommenden Jahren etwas stärker stabilisieren könnte.
Sinkende Beiträge trotz Verhandlungen sehr unwahrscheinlich
Auch wenn durch eine Qualitätsdebatte die Möglichkeit geschaffen wird, direkt zwischen PKV und den Ärzten abzurechnen, dürfte sich dies jedoch nicht in einem Sinken der Beiträge bemerkbar machen. Vertreter der Privaten Krankenversicherer verweisen hierbei vorrangig auf den demographischen Faktor, der jeden Versicherten im Schnitt länger leben lässt. Mit einer neuen Qualitätsdebatte und einer Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen könnte jedoch der Grundstein dafür gelegt werden, das Millionen von Versicherten bei einem Unternehmen der Privaten Krankenversicherung ihre Beiträge auf absehbare Zeit stabil halten könnten.
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