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Hamburg - Donnerstag, 05.08.2010

CSU spricht sich für Abschaffung des Pflege-TÜVs aus

Nachbesserungen durch das Gesundheitsministerium dringend erwünscht

Ein sehr schlechtes Zeugnis stellt die CSU dem sogenannten Pflege-TÜV aus, der unter der Führung der schwarz-roten Bundesregierung vor wenigen Jahren eingeführt worden war. Vor allem die Sozialministerin Christine Haderthauer des Freistaates ging hart mit der aktuellen Regelung durch den Pflege-TÜV ins Gericht und nennt diesen in seiner Analyse grob irreführend. Nach seiner Einführung sollte er eigentlich dafür sorgen, um die Situation in Altersheimen und ähnliche Einrichtungen der Altenpflege nach objektiven Kriterien bemessen zu können und so auch einen größeren Wettbewerb zwischen den verschiedenen Einrichtungen in puncto Service zu erreichen.

Notenvergabe täuscht über Mängeln in der Pflege hinweg

Vor allem das Prinzip, nach welchem die Altersheime objektiv bewertet werden sollen, sind in den Augen der CSU deutlich ungeeignet, um Außenstehenden ein klares Bild von der Situation in der entsprechenden Pflegeeinrichtung zu verleihen. Vor allem sei es nach dem aktuellen Bewertungsschema möglich, dass sich einzelne Einrichtungen durch gute Noten in einzelnen Bereichen die Schwächen in anderen Sektionen schönrechnen könnten. So könnte ein sehr gut oder gut bewertes Altersheim durchaus erhebliche Schwächen in zentralen Bereichen wie dem Service besitzen, die jedoch durch die Betonung gar nicht nach Außen treten würden, da in nahezu allen anderen Bereichen gute Note erreicht werden konnten.

Nachbesserungen durch Rösler und Gesundheitsministerium erwünscht

Appelliert hat die bayrische Partei nun vorrangig an Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler sowie sein Ministerium, um entweder über die Abschaffung des Pflege-TÜVs nachzudenken oder diesen zumindest auf ein Bewertungsmodell umzustellen, das deutlich besser die wirklichen Verhältnisse in dem entsprechenden Altersheim wiedergeben kann. Vor allem die sozialen Strukturen in den jeweiligen Einrichtungen sollen deutlicher herausstechen, was es im aktuellen Bewertungssystem nicht tut. Schließlich möchten nicht nur aktuell Pflegebedürftige, sondern auch die Generationen der Zukunft, die aufh eine Pflege in einer Einrichtung angewiesen sind, dort auch optimale Bedinungen im Pflegebereich wie auch im sozialen Bereich vorfinden. Auf diese Weise kann man sich letztlich auch sicher sein, dass die eingezahlten Beiträge in die gesetzliche Pflegeversicherung bzw, in die Private Zusatzversicherung der Pflege gut angelegt werden und nicht in der Verwaltung oder der schlechten Pflege eines Altenheimes versumpfen. Hierfür möchte sich vor allem die CSU in den nächsten Monaten entscheidend stark machen.