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Hamburg - Mittwoch, 04.08.2010

Tarifwechsel in der PKV kann günstiger als Versicherungswechsel sein

Beitragserhöhungen nicht vorschnell mit einer Kündigung beantworten

Ähnlich wie es aktuell einige Anbieter in der gesetzlichen Krankenversicherung tun, dürften auch manche privat Versicherte zum Jahreswechsel einen wahren Schock erlebt haben. Manche Gesellschaften der Privaten Krankenversicherung haben teilweise erheblich auf den monatlichen Beitrag aufgeschlagen und die Versicherten teilweise sogar mit zweistelligen Prozentsätzen bei der Anhebung überrascht. Ein völlig natürlicher Reflex für jeden Versicherten dürfte es sein, über eine Kündigung des aktuellen Versicherungsvertrages nachzudenken und sich bei einem anderen Anbieter der PKV fortan abzusichern. Doch in vielen Fällen erfolgt diese Kündigung vorschnell, so dass neben dem direkten Wechsel der Versicherungsgesellschaft auch über Alternativen nachgedacht werden sollte, die sich in den Grenzen des aktuellen Konzerns abspielen.

Wahl eines anderen Tarifs als lohnenswerte Alternative

Natürlich kann sich bei einem unabhängigen Vergleich des eigenen Versicherungsschutzes mit den auf dem Markt befindlichen Angeboten herausstellen, dass die Kündigung des aktuellen Vertrages und somit auch das Verlassen des entsprechenden Konzerns die beste Lösung darstellt. Dennoch dürfte jeder Versicherer auch nach einer Beitragserhöhung daran interessiert sein, jedes Mitglied der Krankenversicherung nicht als zahlungsfähigen Kunden zu verlieren und im Falle einer angedrohten Kündigung mit Ihnen über andere Alternativen des Versicherungsschutzes nachzudenken. Gerade der Tarifwechsel innerhalb eines Konzerns kann sich an dieser Stelle als wesentliches Mittel herausstellen, weiterhin ein zufriedener Kunde des entsprechenden Versicherers zu bleiben.

Erzielte Anwartschaften nicht einfach verschenken


Ein weiteres Problem beim Wechsel der Versicherung stellt sich bei den Anwartschaften. Diese können zwar ab dem Jahr 2010 zu einem anderen Versicherer mitgenommen werden, jedoch gilt diese Regelung nicht rückwirkend. Wer jahrzehntelang seine Beiträge bei einem Anbieter der Privaten Krankenversicherung gezahlt, würde bei einem Wechsel also wichtige Rücklagen verschenken. In dieser Situation dürfte sich der Tarifwechsel als bessere Alternative darstellen als die Suche nach einem neuen Konzern der Privaten Krankenversicherung. Doch wie immer im Leben kommt es hier auf den Einzelfall an, so dass jeder Wechselwillige bei einem unabhängigenb Vergleich herausfinden sollte, welche Alternative die für ihn die beste ist.