Jetzt kostenlos vergleichen!



Nachrichten

Hamburg - Dienstag, 03.08.2010

Studie des schwarzgelben Wirtschaftsministeriums kritisiert PKV

Expertenteam unter der Leitung von Bert Rürup kritisiert Prämienpolitik

Eine Reihe von Anbietern in der Privaten Krankenversicherung verlangen auf Dauer gesehen zu hohe Beiträge von ihren Versicherten. Dies ist eine der entscheidenden Feststellungen, die ein aktueller Bericht einer Expertenkommission unter der Leitung des ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup macht. Die von der schwarz-gelben Regierung und dem Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie geht mit diesen Versicherern hart ins Gericht und stellt ihnen bezüglich der Betreuung ihrer Kunden ein schlechtes Zeugnis aus. Diesen Versicherern ginge es vor allem darum, möglichst zahlungskräftige Kunden zu gewinnen, um ihnen im Laufe der Versicherungsjahre immer höhere Beiträge aufzudrücken.

Verhältnismäßig hoher Beitragsanstieg verglichen mit der gesetzlichen Krankenversicherung

Im Wesentlichen kritisiert die Studie dabei, einige Versicherer wären in erster Linie auf der Suche nach möglichst jungen und gesunden Versicherten, denen sie im Laufe der Jahre immer höhere Prämien aufdrücken könnten. Verglichen mit der Entwicklung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung wären die Prämien einzelner Versicherer sogar stärker angestiegen, wobei den Versicherten dabei noch nicht einmal ein entscheidender Leistungsvorteil bei ihren Behandlungen geboten würden. Hauptgrund für die Machenschaften der einzelnen Versicherer sei der fehlende Wettbewerb um Bestandskunden, der im Rahmen dieses Jahres und der folgenden jedoch wieder stärker in Bewegung kommen sollte. Grund hierfür ist vor allem die neu gegebene Möglichkeit, erworbene Anwartschaften zu einem neuen Versicherer mitzunehmen und diese über Jahre angesparten Rücklagen nicht mehr in der Kasse des alten Versicherers verfallen zu lassen.

Vergleich der verschiedenen Tarife in der Privaten Krankenversicherung umso wichtiger

Wer aktuell mit dem Gedanken spielt, von einer gesetzlichen Krankenkasse in die Private Krankenversicherung zu wechseln oder sich bei seinem alten, privaten Versicherer nicht mehr mit vollstem Vertrauen aufgehoben fühlt, sollte bei einem Vergleich der Versicherer umso genauer hinschauen. Wesentlich sind dabei nicht alleine die aktuell günstigen Tarife, sondern auch Informationen über die Beitragsentwicklung, die man beispielsweise bei einem klärenden Gespräch von einem unabhängigen Dienstleister erfahren kann. Auf diese Weise kann man sich nicht nur aktuell bei einem Anbieter der Privaten Krankenversicherung wohlfühlen, sondern auch in Zukunft mit einem ruhigen Gewissen Mitglied der PKV werden und bleiben.