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Hamburg - Dienstag, 03.08.2010

Größere Spielräume durch Schulte für die Private Krankenversicherung eingefordert

Schulte für die nächsten Jahre optimistisch für Neukunden

Die Private Krankenversicherung dürfte vor allem für freiwillig Krankenversicherte wie auch für Pflichtmitglieder bei einer gesetzlichen Krankenkasse im Laufe der nächsten Jahre zunehmend interessanter werden. Diese Hoffnung hat zumindest der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Krankenversicherung, Reinhold Schulte, in einer Stellungnahme auf der Webseite des Verbandes geäußert und somit die ganze Branche auf ein positives, neues Jahr eingestimmt. Und in der Tat dürften die aktuellen, gesundheitspolitischen Entwicklungen eher dafür sorgen, dass viele freiwillig Versicherte ernsthafter mit dem Gedanken spielen sollten, zu einem privaten Krankenversicherer zu wechseln und hierbei Monat für Monat eine erhebliche Beitragssumme zu sparen.

Zusatzbeiträge und Leistungskürzung als Motor für die Private Krankenversicherung


Vor allem die aktuell durchgeführte Erhebung von Zusatzbeiträge, die die ersten gesetzlichen Krankenkassen angekündigt haben und sich binnen weniger Monate auf den gesamten Sektor der gesetzlichen Krankenversicherung ausdehnen dürfte, wird viele Versicherte dazu bringen, sich nach Alternativen umzuschauen und somit vielleicht die günstigeren Tarife bei einem Konzern der Privaten Krankenversicherung in den Fokus bringen. In gleicher Weise bemängelt Schulte auch die Zusammenkürzung des Leistungskataloges, wie er durch viele Krankenkasse geschieht, obwohl der Faktor Leistung durch den einheitlichen Beitrag der gesetzlichen Versicherer mittlerweile der einzige Faktor wäre, mit denen die Versicherer untereinander in Wettbewerb treten könnten.

Finanzielle Fehlentwicklungen in der Privaten Krankenversicherung ausbremsen

In gleicher Weise äußerte Schulte jedoch auch Kritik an einigen Versicherern im Bereich der Privaten Krankenversicherung, die vor allem dafür verantwortlich wären, dass die Kosten für diverse gesundheitliche Leistungen in den letzten Jahren stark angestiegen werden. In diesem Zusammenhang sprach sich der Vorsitzende der PKV vor allem für eine leistungsgerechte Honorierung aus, wie sie in Zukunft Zahnärzte wie allgemein behandelnde Ärzte erhalten sollten. Auf diese Weise wäre einem Wildwuchs im Kostenbereich schnell ein Riegel vorgeschoben, so dass die meisten Versicherer der Privaten Krankenversicherung auch auf Dauer ihre günstigen Beiträge an die Versicherten weitergeben könnten. Ein finanzieller Vorteile gegenüber den gesetzlichen Krankenkasse bliebe dabei unabhängig aller Entwicklungen in jedem Fall bestehen.