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Hamburg - Samstag, 16.01.2010

Verband der Privaten Krankenversicherung bedauert den Abgang Christian Webers

Nachfolge für den stellvertretenden Direktor der PKV noch ungeklärt

Großes Bedauern war aus den Reihen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung klar herauszuhören, als es zu der etwas überraschenden Nominierung von Christian Weber als zukünftiger Abteilungsleiter in Grundsatzfragen im Bundesgesundheitsministerium gekommen war. Dass Weber ein geeigneter Mann mit einem entsprechenden Wissen über den gesamten Gesundheitsbereich wäre, der der schwarz-gelben Bundesregierung mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, wurde dabei in keinster Weise angezweifelt. Vielmehr äußerten sich mehrere Vertreter der PKV eher über den großen Verlust und die Lücke, die Christian Weber im Verband nun hinterlässt.

Rolle Webers bei der Gestaltung der Gesundheitsreform noch ungewiss

Das FDP-Mitglied Christian Weber war nicht nur in den letzten Jahren stellvertretender Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung gewesen, sondern auch Leiter des wissenschaftlichen Institutes der PKV. Somit sind es gleich zwei Position, die es im Hause des Verbandes neu zu besetzen gilt. Ob sich die Berufung Webers auch bei der Gestaltung der neuen Gesundheitsreform positiv für den Sektor Private Krankenversicherung bemerkbar macht, vermochte noch keiner der führenden PKV-Mitglieder zu sagen. Zwar sei die Berufung Webers sicherlich nicht zu Ungunsten des privaten Sektors, dennoch brächte die neue Position Webers auch eine gewisse politische Neutralität mit sich, die dem klaren Verfechter des privaten Versicherungssektors Weber auch Handlungspflichten und -spielräume in anderen, gesundheitlichen Bereichen und Finanzierungsformen mitbringen würden. Welchen Einfluss die Personalie Weber auf die Gestaltung der Gesundheitsreform letztendlich hat, wird also nicht nur vom gewöhnlichen Bürger, sondern auch von den Spitzenvertretern des Verbandes der Privaten Krankenversicherung mit Spannung erwartet.