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Hamburg - Donnerstag, 14.01.2010

PKV-Vize Christian Weber ins Gesundheitsministerin berufen

Nominierung durch Rösler stößt dabei auch auf Kritik

Christian Weber, bislang stellvertretender Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, kurz PKV, übernimmt ab dem 1. Februar 2010 ein neues Amt. Durch den Gesundheitsminister Philipp Rösler ist das langjährige Mitglied der FDP ins Ministerium für Gesundheit berufen worden, um hier aus professioneller und praxisnaher Sicht das politische Expertenteam bei der Erarbeitung der neuen Gesundheitsreform zu unterstützen. Nicht nur seine Parteimitgliedschaft bei der FDP, sondern auch seine langjährige Erfahrung im Bereich der Privaten Krankenversicherung hat Christian Weber nun zum Abteilungsleiter der Sektion Grundsatzfragen gemacht. Ein gerade in den heutigen Tagen sehr anspruchsvoller Job, da mit der anstehenden Gesundheitsreform und auch die Sanierung der Pflegeversicherung zwei große Aufgaben im neuen Jahr anstehen, um die sich Weber vorrangig zu kümmern hat.

Kritiker sehen Einfluss der Privaten Krankenversicherung als zu groß


Während von Seiten der FDP vor allem die große Erfahrung betont wird, die Christian Weber als ehemalige Führungsposition der Privaten Krankenversicherung mit sich bringt, fürchten Kritiker vor allem um einen zu großen Einfluss der Lobby der privaten Versicherer. Vor allem Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen haben sich zur Nominierung Webers bereits kritisch geäußert. Die Kernsorge ist dabei, dass Weber bei der Gestaltung der neuen Gesundheitsreform zuviel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung entscheidet, um auf diese Weise Vorteile für den Sektor Private Krankenversicherung herauszuholen. Ob diese Kritik gerechtfertigt ist und welche Vorteile die Private Krankenversicherung auch noch nach der Vorstellung der Gesundheitsreform im Laufe dieses Jahres bieten kann, wird dementsprechend erst die Zukunft zeigen können.