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Hamburg - Mittwoch, 06.01.2010Abschaffung der Praxisgebühr ernsthaft in der Diskussion
Möglicher Wegfall durch die Gesundheitsreform im Jahr 2011 denkbar
Was sich bereits in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP angekündigt hat, bleibt weiterhin in der Diskussion und könnte sich als einer der ersten festen Faktoren herausstellen, mit dem beide Fraktionen die Gesundheitsreform im Jahr 2011 auf den Weg bringen möchten. Die Rede ist von der Praxisgebühr, die im Jahr 2000 von der damals rot-grünen Regierung eingeführt wurde, um die Krankenkassen in ihren Kosten zu entlasten und so vor allem die Versicherten zur Kasse zu bitten, die wirklich einen Arztbesuch in Anspruch nehmen. Diese Regelung war nicht nur vielen Patienten ein Dorn im Auge, sondern auch vielen Ärzten und Praxen selbst, denen durch die Regelung der Praxisgebühr vor allem ein hoher verwaltungstechnischer Aufwand entstand.Ein Vorteil auch für die Private Krankenversicherung
Wer dieser Tage bereits in der Privaten Krankenversicherung versichert ist, wird sich mit Sicherheit darüber freuen, in Zukunft einen geringeren Betrag auf seiner Rechnung nach dem Arztbesuch vorfinden zu können. In gleicher Weise wäre die Neuregelung auch für die Konzerne im Bereich der Privaten Krankenversicherung interessant, da auch ihnen entsprechend weniger Kosten durch die Patienten entstünden. Ein weiterer Vorteil liegt in dem mühsamen Verwaltungbereich, der in den einzelnen Praxen zu einer arbeitstechnischen Entlastung beim Wegfall der Gebühr führen würde. Wie sich das Modell letztlich finanzieren würde ist indes noch unsicher, ähnlich wie weitere Bestandteile einer umfassenden der Gesundheitsreform, die die Parteien der Regierung in den nächsten Monaten ausarbeiten und auf den Weg bringen möchten. Neben vielen bereits verhandelten Punkten, wobei beispielsweise die Einführung einer Kopfpauschale sowohl von Sozialverbänden wie auch von den Privaten Krankenversicherern kritisch gesehen werden, wäre zumindest die Aufgabe der Praxisgebühr eine Regelung, die von vielen Seiten begrüßt werden dürfte.
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